Eine Spezialfirma hat die Wasserleitungen der Schule unter die Lupe genommen. Foto: Simone Neß

Wegen des Verdachts von Strom auf den Wasserleitungen der Schule fiel am Mittwoch der Unterricht aus. Die Sicherheit der Schüler ging für die Rektorin vor. Eine Spezialfirma hat nun die Leitungen überprüft.

Große Aufregung an der Klosterringschule in Villingen: Wegen eines technischen Defekts fiel am Mittwoch der Unterricht aus. Konkret bestand der Verdacht, dass auf dem ausfließenden Wasser Strom war, schildert die Rektorin Ursula Kühn. So hätten mehrere Lehrer an einem Wasserhahn einen „Schlag“ bekommen, eine darauffolgende Messung der Wasserleitung habe eine Spannung von 220 Volt ergeben.

 

Die Rektorin hatte nicht lange gezögert, die Sicherheit der Kinder hatte für sie oberste Priorität, weshalb sie die Schüler kurzerhand von ihren Eltern abholen ließ.

Spezialfirma rückt an

Noch am selben Tag sei eine Spezialfirma aus Offenburg angereist, um die Leitungen zu überprüfen. „Dabei konnte nichts nachgewiesen werden. Es besteht keine Gefahr“, gibt die Rektorin Entwarnung. Die erste Messung am Morgen sei demnach fehlerhaft gewesen.

Während die Schüler für den Donnerstag noch mit Arbeitsmaterial für Zuhause versorgt wurden, können die insgesamt 194 Schüler – darunter 144 Ganztagsschüler – am Freitag wieder an die Schule zurückkehren. Die Lehrer waren bereits am Donnerstag wieder vor Ort, doch ohne Schüler sei es eben nicht dasselbe, versichert die Rektorin.

„Für uns war das einfach mal eine Übung“, sieht Kühn den Vorfall positiv und lobt die gute Reaktion der Eltern. Schließlich sei vor allem für berufstätige Mütter und Väter eine solche Situation nicht einfach.