Christoph Groß und Sergej Seider (am Pult) begrüßten die Teilnehmer des Unternehmertreffs in der Produktionshalle von CBS Home in Lauffen. Foto: Volksbank Deisslingen

Während des 4. Unternehmertreffs in Deißlingen wurde deutlich, dass es ein Wunsch der Unternehmen ist, eine institutionalisierten Plattform zu haben, auf der sie sich austauschen und Informationen erhalten können.

Zu den lange diskutierten Wünschen der Unternehmenslenker zählt es, eine abwechslungsreiche Mittagsverpflegung für Mitarbeitende zu ermöglichen. Die Gastronomie im Ort sei attraktiv, allerdings für Beschäftigte im Blaumann zu aufwändig, sich umzuziehen und Wegzeiten in Kauf zu nehmen.

 

Zum Mittagstisch in der Seniorenresidenz

Hier kommt es nun zu einer Lösung. Denn Benjamin Klink, Geschäftsführer der Seniorenresidenz Larentius, sagte zu, für 25 Personen Mittagstisch anzubieten. „Alles ist organisiert, 25 Sitzplätze in einem renovierten Raum ohne Kontakt zu Bewohnern stehen bereit.“ Das Essen kann auch abgeholt werden, es werde täglich frisch gekocht.

Betriebsführung zur Begrüßung

Begonnen hatte der Treff nach der Begrüßung durch Initiator Christoph Groß, Vorstand der Volksbank Deisslingen, mit einer Betriebsführung in der Produktion von CBS Home in Lauffen. Geschäftsführer Sergej Seider berichtete von den Anfängen als Bauträger vor mehr als 20 Jahren und dem Aufbau einer Produktion für Bauelemente: „Beim Bauen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten nur wenige Innovationen durchgesetzt.“ Das ändere CBS mit der patentierten Herangehensweise.

Auf Millimeter kommt es an

Seider verriet. Dass bevorzugt Bewerber aus dem Maschinenbau eingestellt werden. Denn: Auf dem Bau herrschen noch immer Toleranzen im Zentimeterbereich, im Maschinenbau seien drei Millimeter schon viel. Bei „normalen“ Fertigbetonteilen sei nur ein Lieferumkreis von maximal 100 Kilometern wegen der hohen Transportkosten realistisch – durch den Leichtbau aus Lauffen geht das nun bundesweit.

Der Wunsch nach einer Austauschmöglichkeit

Wolfgang Müller von der Wirtschaftsförderung EGON referierte über die Angebote der kommunalen Initiative. Dabei wurde der Wunsch der Unternehmen nach einer institutionalisierten Plattform betont, auf der sie sich austauschen und Informationen erhalten können. Müller kündigte an, dass eine geschlossene LinkedIn-Gruppe ins Leben gerufen wird, um diesen Bedarf zu decken.

Gemeinsam sollen Lösungen gefunden werden

Die Glasfaserversorgung der Industrieunternehmen in Deißlingen zählt zu den Dauerbrenner-Themen. Es gab keine wesentlichen Neuigkeiten, wichtig sei es, dass Unternehmen sich nun bei der Telekom auf den entsprechenden Seiten anmelden sollten. Insgesamt betonte Müller, dass die Wirtschaftsförderung EGON Unternehmen in Deißlingen im Bereich Technologie und Markt unterstützt und sich nicht nur um Gründerinnen und Gründer kümmert. Unternehmen sind eingeladen, sich mit ihren Anliegen an das EGON-Team zu wenden, um gemeinsam Lösungen zu finden und die regionale Wirtschaft zu stärken.

Neue Unternehmen können Teil davon werden

Die neu gewählten Gemeinderäte Harald Buhlinger und Andreas Frank stellten sich als Vertreter der Unternehmerschaft dem Treff vor und skizzierten kurz ihre Hauptziele. Markus Holpp berichtete von den gut frequentierten Arbeitstreffen, die auch nach Aufbau der Linkedin-Gruppe sicher weiterbestehen würden, da der persönliche Kontakt durch nichts zu ersetzen ist. Unternehmen, die bislang keine Einladung erhalten haben, sich gerne vernetzen wollen, werden gebeten, sich bei der Gemeinde oder EGON zu melden.