Bonita Grupp polterte auf der CDU-Wahlparty gegen die Grünen und nahm Manuel Hagel in Schutz. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Die Burladinger Unternehmerin Bonita Grupp hat auf der CDU-Wahlparty in Stuttgart gegen die Grünen ausgeteilt. Der Anlass: das „Rehbraune Augen“-Video und der Umgang mit Manuel Hagel.

Bei der Wahlparty der baden-württembergischen CDU in der Stuttgarter Parteizentrale war die Stimmung schlecht. Neben Enttäuschung über die verlorene Landtagswahl regierte der Zorn über den grünen Koalitionspartner, dem die Christdemokraten mit Blick auf die „Rehbraune Augen“-Affäre ihres Spitzenkandidaten Manuel Hagel ein „politisches Foul“ vorwarfen.

 

Hagel selbst sprach von einer „Schmutzkampagne weit unter der Gürtellinie“, bei der viel Vertrauen kaputtgegangen sei.

Auch Bonita Grupp, Tochter von Unternehmerlegende Wolfgang Grupp, Burladinger Trigema-Mitgeschäftsführerin und CDU-Kreisrätin im Zollernalbkreis, kritisierte mangelndes Fairplay, wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet.

Trigema-Chefin Bonita Grupp: „sehr enttäuscht“

„Ich fand es schade, dass sich die Grünen auf so ein Niveau begeben haben“, wird Bonita Grupp zitiert. „Es ist einfach nicht fair, auch der Familie Hagel gegenüber nicht. Das hat mich wirklich sehr enttäuscht.“

Laut Grupp habe die Veröffentlichung eines neun Jahre alten Hagel-Videos durch eine grüne Bundestagsabgeordnete nichts mit einem sauberen Wahlkampf zu tun gehabt. „Die Frage ist ja auch: Wer stellt sich künftig einem Wahlkampf, wenn der Gegner zu solchen Methoden greift? Und werden die Koalitionsverhandlungen davon überschattet? Ich bin da zu sehr Laie, um das zu beurteilen“, sagte die 36-Jährige.

Grupp: „Ich bin der Meinung, dass man uns Jungen eine Chance geben soll“

Bonita Grupp unterstützte Manuel Hagel leidenschaftlich und hielt ihn nicht für zu jung für das Amt des Ministerpräsidenten: „Ich bin der Meinung, dass man uns Jungen eine Chance geben soll. Junge Leute haben Agilität, neue Ideen, kennen sich mit KI besser aus. Aber ich kenne das aus eigener Erfahrung, dass wir aufgrund unseres Alters manchmal abgestraft werden.“