Wesentliches Ziel des Unternehmerfrühstücks in Furtwangen ist der zwanglose Austausch. Foto: Stefan Heimpel

Facemappping lautete das spannende Thema beim Frühstück der Unternehmer. Referent Matthias Faß verriet, wie man das für sich nutzen kann.

Zum Unternehmerfrühstück im Bürgersaal konnte Bürgermeister Herdner zahlreiche Vertreter der Furtwanger Betriebe begrüßen. Veranstaltet wird dieses Frühstück jeweils in Zusammenarbeit mit der IHK, vertreten durch Philipp Hilsenbek.

 

Nach einem ersten Plausch der Gäste bei Kaffee unWd Gebäck folgt das spannende Referat zum Thema „Facemapping – Die geheime Sprache der Gesichter“. Wie Bürgermeister Herdner erläuterte, habe er den Referenten Matthias Faß mit seinem Referat bei den Bürgermeistertagen kennengelernt. Dabei bot ihm der Referent an, direkt aus seinem Gesicht zu „lesen“. Es sei phänomenal, welche Details er nur aus seinem Gesicht erkennen konnte und alles habe zugetroffen.

Er lud Matthias Haß deshalb nach Furtwangen ein, da auch für Unternehmer auf diesem Weg viele neue und wichtige Erkenntnisse gewonnen werden könnten. Einfache Erkenntnisse können schon bald nach der Beschäftigung mit dem Thema aus dem Gesicht des Gesprächspartners erkannt werden, so Matthias Haß.

Die Möglichkeit dieser alltäglichen Erkenntnisse wird auch in Redensarten deutlich von der „Denkerstirn“ oder „Man kann es ihm an der Nasenspitze ansehen“. Diese Methodik des Gesichter-Lesens hat ihre Ursprünge bereits in der Antike. Dabei werden die Gesichtszüge und das gesamte Erscheinungsbild eines Menschen gedeutet. Und dies hänge, so die späteren Erfahrungen, auch vom Zusammenspiel von Körper und Seele ab. Das Facemapping will diese Erkenntnisse vereinfachen und systematisieren, so dass sie regelmäßig praktisch angewendet werden können.

Matthias Faß ist Experte für Facemapping. Darüber sprach er beim Unternehmerfrühstück in Furtwangen. Foto: Stefan Heimpel

Doch immer noch sei das Ganze sehr komplex, denn es gebe insgesamt 276 Punkte im und rund um das Gesicht, die beobachtet und dann zu einem Gesamtbild geformt werden können. Im praktischen Gebrauch beschränke man sich aber auf zehn bis 15 Areale. Genutzt wird dies unter anderem bei der Analyse von Fähigkeiten und Eigenschaften. Er selbst sei als Headhunter im Auftrag von Unternehmen auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern. Dabei könne er diese Beobachtung gezielt einsetzen.

So „ticken“ Fußballstars

Als Beispiel zeigte er anhand der Gesichtszüge von Fußballstars, wie beim einen die Disziplin für ein perfektes Zusammenspiel im Vordergrund steht, beim anderen die Bereitschaft zum Zweikampf, um Tore zu schießen. Dabei gehe es nicht um Bewertung, sondern lediglich um eine Analyse der vorhandenen Merkmale.

Im Anschluss an das Referat hatten die Gäste die Gelegenheit zu einer persönlichen Analyse ihrer Gesichtszüge.

Seit 15 Jahren gibt es in Furtwangen das Unternehmerfrühstück. Bereits im zweiten Jahr seiner Amtszeit hatte Bürgermeister Josef Herdner zusammen mit der IHK (Industrie- und Handelskammer) die Idee umgesetzt für einen regelmäßigen Austausch zwischen Vertretern aus Furtwanger Unternehmen und der Stadtverwaltung. Diese Idee kam gut an und fand nun, mit einer Corona-Pause, jedes Jahr statt.

Stadt als Gastgeber

In den ersten Jahren waren Betriebe die Gastgeber. Dann übernahm die Stadt diese Rolle und lud in den Bürgersaal ein.

Bei jedem Unternehmerfrühstück gab es auch interessante Referate. Seit 2017 wird das Frühstück jedes Jahr noch mit einem Unternehmerabend in der Festhalle ergänzt, ebenfalls mit Referaten. Nach dem Abend mit „Unternehmergespräch“ im Frühjahr mit den Themen Hochschule sowie Tourismus folgte nun wieder das Unternehmerfrühstück.