In der „Table factory“ hat sich ein besonderes Unternehmer-Team gefunden. Foto: Bernklau

In und rund um die „Table Factory“ im Nagolder Burgcenter hat sich eine Mannschaft aus kleinen Unternehmen formiert, die gemeinsam nach wirtschaftlichem Erfolg strebt.

„Gemeinsam sind wir stärker“ – so könnte das Motto derer lauten, die sich in den vergangenen Wochen rund um die Nagolder „Table factory“ formiert haben. Und so etwas wie das „Team Tisch“ ins Leben gerufen haben, um mehr Erfolg in ihrem Geschäftsgebiet zu feiern. Und den Menschen in Nagold ein besonderes Shopping-Erlebnis zu bieten: mehr als ein Dutzend Shops in einem.

 

Im Epizentrum steht Alexander Kollat, der im vergangenen Jahr 2025 im Erdgeschoss des „Burgcenters“ seine „Table Factory“ eröffnet hat und von dort aus besondere Tische an den Mann und die Frau bringen will.

Schnell nach der Gründung begann sich Kollat in der Region bekannt zu machen – im realen Leben genauso wie auf elektronischem Weg. Mal sprach er „wildfremde Leute“ an, mal startete er eine KI-gesteuerte Social-Media-Kampagne. Am Ende stand ein Team aus einem guten Dutzend ganz unterschiedlichen Einzelkämpfern, die alle ihre Produkte in der „Table factory“ anbieten und verkaufen können.

Eigentlich wollte er nur einen Tisch kaufen

Bei Ralf-Udo Thiele war es eher der traditionelle Weg. Der Sommelier aus Bondorf, der Biertastings veranstaltet oder auch Weinproben, wollte in Nagold einfach nur einen Tisch kaufen. Kollat und Thiele kamen ins Gespräch und wurden schnell zu Geschäftspartnern.

Das „Jettinger Genusslädle“ von Hanna Rapp mit seinen selbst gemachten Nudeln war in Nagold schon kein Unbekannter mehr. Rapp war schon bei etlichen Nagolder Events wie dem Urschelherbst oder dem Nagolder Frühling dabei, bevor sie auf Kollat traf und nun in seinem „Team Tisch“ mitspielt.

Bei anderen hat er einfach an der Haustür geklingelt

Ganz einfach an der Haustür geklingelt hat Kollat bei Andrea und Armin Stauss aus Jettingen. Sie betreiben das Unternehmen „Edel Holz und Stahl“ und verkaufen Lampen, Dekorationen aus Treibholz und Deko. Direkt mit Holz zu tun hat der Nagolder Schreiner Patrick Guhse.

Nicht wirklich an einem Verkaufs-Hot-Spot lebt Melanie Stoll. Sie ist Näherin, ist mit ihren Upcycling-Sachen auf vielen Märkten unterwegs. Und sie kommt aus Neuweiler. Lea Sinz aus Horb-Bittelbronn macht Drechsel-Craft und besonders viel mit Holz. Mit im Team ist auch die „Seifenliebe“ von Jenny Brakopp aus Mindersbach, das Kaminhaus Proß aus Jettingen, „Marlens Feinwerke“ aus Bad Wildbad sowie „Feste und Feiern“ aus Jettingen.

Bei Alexander Kollat und seiner „Table factory“ laufen die Fäden zusammen. Foto: Bernklau

Mit im „Team Tisch“ ist auch ein Klassiker unter den Nagolder Unternehmen. Die Flechtmanufaktur Katz suchte eigentlich nur Ausstellungsräume in Innenstadtnähe, als sie mit Alexander Kollat in Kontakt kam – und der ließ einfach nicht locker. Mit dabei sind auch die Kosmetikvertreterin Ivonne Wies und Anja Greiner, die im Bereich Video und Instagram aktiv ist. Und gerade Greiner weiß nur zu gut, wie wichtig es ist, dass solche kleinen Unternehmen in der Öffentlichkeit bekannt werden.

Im digitalen wie im realen Leben

Und genau das ist der eigentliche Hintergrund dieses Zusammenschlusses von Unternehmen, die alle irgendwie zum Thema Tisch passen, und die alle in der „Table Factory“ eine Bühne finden – ob nun im digitalen oder im realen Leben. Im realen Leben werden sich alle Beteiligten beim „Nagolder Frühling“ gemeinsam im Burgcenter vorstellen. Und gemeinsam Werbung für sich und ihre jeweiligen Produkte machen – und diese im besten Fall auch verkaufen.

Doch dabei soll es nicht bleiben. Das „Team Tisch“ hat schon das komplette Jahr 2026 mit Aktionen durchgeplant, wie Anja Greiner mit einem zufriedenen Grinsen verrät. Und wer weiß, welches kleine Unternehmen in Zukunft noch zum „Team Tisch“ hinzustoßen wird.