Nach Abschluss der ersten Ermittlungen nimmt das Bauunternehmen Porr die Arbeiten auf der Hochbrücke Horb in begrenztem Umfang wieder auf. Das sind die nächsten Schritte.
Eine Woche nach dem tragischen Unfall auf der Baustelle der Hochbrücke Horb, bei dem drei Arbeiter tödlich verunglückten, hat das Bauunternehmen Porr die Wiederaufnahme der Arbeiten angekündigt. Die zuständigen Ermittlungsbehörden haben den Unfallbereich inzwischen freigegeben, die Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen jedoch weiter.
„Die Bauarbeiten werden in Absprache mit unserem Auftraggeber, dem Regierungspräsidium Karlsruhe, ab Montag, den 26. Mai in den vom Unfall nicht betroffenen Bereichen des Baufeldes wieder aufgenommen“, teilt das Unternehmen mit. Die Rückkehr auf die Baustelle erfolge „ausschließlich auf freiwilliger Basis“. Viele Mitarbeitende hätten das Angebot psychologischer Betreuung genutzt – diese werde weiterhin bereitgestellt, auch mehrsprachig.
Nicht-öffentlicher Gottesdienst auf der Baustelle
Nach dem tragischen Vorfall hatte sich das Unternehmen bereits in der Vorwoche tief betroffen gezeigt: „Wir sind zutiefst bestürzt über dieses tragische Ereignis“, so Porr in einer ersten Stellungnahme. „Unsere Gedanken sind bei den Verstorbenen sowie ihren Angehörigen, Freunden und Kollegen.“
Im Zuge der Wiederaufnahme des Betriebs kündigt das Unternehmen weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Betroffenen an. Auf Wunsch der Belegschaft wird ein nicht-öffentlicher Gedenkgottesdienst auf der Baustelle abgehalten – in deutscher und polnischer Sprache.
„Im engen Austausch mit dem Nachunternehmer“
„Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Verstorbenen sowie allen betroffenen Kolleginnen und Kollegen“, so Porr. Auch die Zusammenarbeit mit dem Nachunternehmer zur Unterstützung der Hinterbliebenen werde fortgeführt. „Wir stehen im engen Austausch mit dem zuständigen Nachunternehmer, um umfassende Unterstützung für die Angehörigen der Verstorbenen, einschließlich finanzieller Hilfe sicherzustellen.“
Die Bauarbeiten an der Hochbrücke Horb bleiben weiterhin eng begleitet von den Ermittlungsbehörden. „Wir stehen den Ermittlungsbehörden vollumfänglich zur Verfügung und unterstützen die laufenden Untersuchungen nach besten Kräften“, so das Unternehmen.
Spendenkonto und öffentliches Gedenken
Porr dankt den Einsatzkräften und der Notfallseelsorge „für ihre engagierte Arbeit unter sehr belastenden Bedingungen“. Die Stadt Horb hat zur weiteren Unterstützung der Familien ein Spendenkonto eingerichtet. Auch wird es am Montagabend eine öffentliche Gedenkfeier geben. Diese findet ab 19 Uhr in der Stiftskirche statt.
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