Am Eingang des Geschäfts in Kürzell weist ein Schild auf die Schließung hin. Foto: Astrid Heitzmann

Die insolvente Bäckerei Heitzmann aus Kürzell hat ihre vier Filialen geschlossen. Den 22 Mitarbeitern wurde mittlerweile gekündigt.

Vergangene Woche war noch unklar gewesen, wie lange der Betrieb in der Kürzeller Bäckerei Heitzmann mit dem grün-gelben Logo noch weiter läuft – das Familienunternehmen mit Inhaber Dominik Heitzmann, der die Geschäfte in vierter Generation führt, ist insolvent (wir berichteten).

 

Nun stellt ein Zettel am Eingang des Hauptgeschäfts in der Kürzeller Hauptstraße klar: Backwaren können dort nun nicht mehr eingekauft werden. „Liebe Kunden, wir schließen unsere Filiale am Samstag, den 26.08.23 um 13.00 Uhr. Wir bedanken uns von Herzen bei unseren Mitarbeitern und unserer Kundschaft für ihre Treue. Ihre Bäckerei Heitzmann, Dominik und Siegfried Heitzmann mit Familien“, heißt es in dem Schreiben.

Auch der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Mildenberger bestätigt unserer Redaktion am Mittwochnachmittag auf Nachfrage, dass nun alle vier Filialen des Unternehmens geschlossen seien. Er ist Rechtsanwalt in der Kanzlei Mildenberger, Lusch und Partner aus Offenburg. „Ja, im Moment sind alle zu“, erklärt er.

In der Backstube wird bis Monatsende produziert

Neben dem Hauptgeschäft in der Kürzeller Hauptstraße sind somit auch die Filialen in Lahr am Bahnhof, in der Hauptstraße 34 in Meißenheim und der in der Allmendstraße 16 im Norma in Heiligenzell betroffen. „Die Backstube schließt zum Ende des Monats“, so Mildenberger weiter. Gewerbliche Kunden – etwa Pflegeheime – seien noch weiter mit Waren beliefert worden. Den 22 Mitarbeitern sei mittlerweile gekündigt worden, der ein oder andere habe bereits einen neuen Job gefunden.

An der Tür weist ein Zettel auf die Schließung hin. Foto: Astrid Heitzmann

Wie es mit den Filialen und der Backstube weitergeht, sei noch immer offen. Ein möglicher Interessent sei Amadeus Heitzmann, der Geschäftsführer der Bäckerei Heitzmann mit dem blau-gelben Logo und mit mehr als 100 Fachgeschäften. „Er interessiert sich dafür. Ob es wirklich klappt, weiß ich natürlich nicht“, erklärte der Vorläufige Insolvenzverwalter vergangene Woche. „Es kann theoretisch jederzeit jemand die Filialen übernehmen und muss sich dafür eben an die Vermieter der Räumlichkeiten wenden.“

Die Energiekosten, Personalkosten und die steigenden allgemeinen Betriebskosten nannte Mildenberger vergangene Woche als Gründe dafür, dass das Unternehmen „so nicht weitermachen konnte“.