Vertreter der Stadtverwaltung Sulz und des Handels- und Gewerbevereins (HGV) besuchten das Autohaus Roth im Gewerbegebiet Kastell.
Bürgermeister Jens Keucher zeigte mit dem Finger auf den Aufkleber an der Eingangstür: Das Magazin „auto motor sport“ hat das Autohaus Roth auf Kastell als „Top Werkstatt 2025“ ausgezeichnet. Die Besucher erfuhren drinnen im Ausstellungsraum von Ulrich und Peter Roth, dass dahinter viel Arbeit steckt.
Neue Modelle und die Transformation stellen das Autohaus vor ständige Herausforderungen. Es geht nur mit Fortbildung, um die vorgegebenen hohen Qualitätsansprüche gewährleisten und mit den Entwicklungen Schritt halten zu können. „Unsere Mitarbeiter müssen ein Pflichttraining absolvieren“, erklärte Peter Roth.
Dreivierteljahrhundert Geschichte
Im Ausstellungsraum steht zwischen den Neufahrzeugen ein Oldtimer. „Solche Fahrzeuge nehmen wir auch an“, teilte er. Allerdings sei es manchmal nicht ganz einfach, die Ersatzteile für ältere Fahrzeuge zu besorgen. Neben dem Verkauf spielt der Service eine große Rolle. Der Vorteil in einem kleinerem Betrieb sei, dass „wir die Kunden kennen und die persönliche Ansprache funktioniert“.
Das Autohaus ist in Alpirsbach vor 75 Jahren von Ulrich Roths Vater gegründet worden. Nach dem Krieg sei dies eine schwierige Zeit gewesen, erzählte der Seniorchef. Die Firma bekam in Alpirsbach die Mercedesvertretung übertragen. Mercedes habe später Unterstützung angeboten, wenn sich das Alpirsbacher Unternehmen auch in Autobahnnähe, bei Horb oder Sulz, niederlasse.
Neue Halle in Planung
„1979 haben wir beschlossen, einen Betrieb in Sulz aufzubauen“, berichtete Ulrich Roth. Bereut hat er es nicht, obwohl es in Sulz damals noch „grausig“ aussah. Ihm selber sei es zwar nicht schwer gefallen, vom schönen Kurort Alpirsbach an den Neckar zu kommen, „meiner Frau schon“, gestand er. Der Betrieb entwickelte sich nichtsdestoweniger gut. Die Stadt habe das Autohaus bei der Ansiedlung unterstützt. Der Straßenname „Gottlieb-Daimler“ auf Kastell passte ebenfalls. Roth: „Wir waren froh, den Standort gewählt zu haben.“
Das Autohaus beschäftigt derzeit in Sulz 25 Mitarbeiter, bildet auch aus. HGV-Vorsitzende Gislinde Sachsenmaier und ihre Stellvertreterin Birgit Stiehle freuten sich zu hören, dass einer der Auszubildenden über die Ausbildungsmesse KAZ, die HGV und Stadt gemeinsam organisieren, gewonnen werden konnte.
Bei einem Rundgang zeigte Peter Roth den Besuchern die einzelnen Bereiche des Autohauses. In der Werkstatt werden sowohl Autos als auch, allerdings in einem gesonderten Bereich, Lastwagen repariert. In der Karosserieabteilung sind „die Künstler am Werk“. Sie sorgen dafür, dass ein Auto nach einem Unfall wieder wie neu aussieht. Draußen ging es an der Waschanlage vorbei und weiter zum geplanten Neubau auf dem Gelände. Das Fundament ist fertig: Hier soll eine weitere Halle unter anderem zur Einlagerung von Reifen und zur Montage entstehen. Peter Roth hofft, dass bis Herbst alles fertig ist.