Bei den Mitgliedsunternehmen des WVIB sind die Umsätze wieder angestiegen. Foto: WVIB

Der Wirtschaftsverband WVIB mit Sitz in Freiburg nimmt einen Anstieg der Zuversicht bei seinen Mitgliedern wahr.

Der Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden (WVIB) mit Sitz in Freiburg beobachtet bei den Industrieunternehmen in der Region eine Rückkehr der Zuversicht. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage, die am Dienstag in Freiburg vorgestellt wurde.

 

Demnach gibt es wieder steigende Umsätze und ein „aufgehelltes“ Geschäftsklima zu vermelden, so der scheidende WVIB-Hauptgeschäftsführer Christoph Münzer: „Die Talsohle liegt womöglich hinter uns.“ Das habe auch mit der Schuldenpolitik des Bundes zu tun, die „kein Strohfeuer“ bleiben dürfe. Der Reformbedarf bleibe jedoch bestehen.

Unterstützung aus Berlin gefordert

In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 haben die Unternehmen im Verband im Schnitt rund fünf Prozent mehr Umsatz erzielt (2024: -5,9 Prozent). Für diese Dynamik, so der Verband, sei vor allem das dritte Quartal verantwortlich gewesen.

Mehr als ein Viertel der Betriebe geht aktuell mit positiven Geschäftserwartungen in die Zukunft. Damit hat der Geschäftsklimaindex mit 7,9 Punkten (2024: -24 Punkte) den besten Wert seit zwei Jahren erreicht, teilt der Wirtschaftsverband mit.

Nun brauche man „Unterstützung aus Berlin“, um die Dynamik zu festigen, denn die Industrie sei „längst nicht über den Berg“, so Münzer. Viele Unternehmen hätten bereits beim Personal „harte Einschnitte“ vorgenommen, um profitabel zu bleiben. Der WVIB vertritt die Interessen von rund 1000 mittelständischen Industriebetrieben mit mehr als 300 000 Beschäftigten im Südwesten.