Die Firma Karl Heinz Jauch in Dauchingen hat beim Amtsgericht Insolvenz angemeldet. Foto: Preuß

Die Karl Heinz Jauch GmbH mit Sitz in der Daimlerstraße hat jetzt durch Geschäftsführer Maik Jauch Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Villingen gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Thorsten Schleich aus Villingen bestimmt.

Dauchingen - Der Rechtsanwalt und Insolvenzspezialist war weder am Mittwoch noch am Donnerstag für eine Stellungnahme zu erreichen, ein vom Sekretariat der Kanzlei zugesagter Rückruf unterblieb bis Redaktionsschluss ebenfalls. Von daher sind offizielle Informationen über die Gründe der Insolvenz nicht verfügbar, insbesondere keine Erklärung für den Zeitpunkt.

Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Insolvenzrecht galt zunächst bis zum 31. Januar 2021. Inzwischen wurde die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht aber bis Ende April 2021 verlängert. Statt Insolvenz anzumelden sollten nach Auffassung des Gesetzgebers Hilfen in Anspruch genommen werden.

Jauch fertigt Stanzwerkzeuge und ist Erstausrüster weltweit führender deutscher Hersteller von Stanzautomaten und Fertigungsstraßen für die Druckweiterverarbeitung.

Angebot umfasst Konstruktion und Fertigung

Das Angebot umfasst Konstruktion und Fertigung von Werkzeugen und Vorrichtungen für die stanztechnische Verarbeitung von Papier, Kunststoff und Verbundfolien für die Druck-, Verpackungs- und Automobilindustrie, nach CAD-Daten, technischen Zeichnungen oder Musterteilen.

Das Unternehmen war 1946 als Firma Hauser & Baumann gegründet worden. Damals stellte man Uhrengehäuse und Holzknöpfe sowie Teile für die Radioindustrie her. Bereits 1948 begann die Produktion von Perforierwerkzeugen.

Der Neubau der Produktionshalle im Gewerbegebiet Dauchingen erfolgte 1980, die Produktionshalle verfügt über etwa 1000 Quadratmeter Nutzfläche. 1993 wurde die Produktions- und Lagerfläche mit einem Anbau um noch einmal 630 Quadratmeter erweitert. Nach Angaben auf der Homepage waren zuletzt 15 Mitarbeiter beschäftigt.

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