Bizerba führt aktuell unternehmensintern und mit externen Interessensparteien Gespräche. Die IG Metall im Zollernalbkreis zeigt sich weiter gesprächsbereit.
Das Balinger Unternehmen Bizerba ist aus dem Arbeitgeberverband Südwestmetall ausgetreten, das wurde vor zwei Wochen bekannt. Tarifverhandlungen waren nach Unternehmensangaben zuvor gescheitert.
Die IG Metall im Zollernalbkreis hofft weiter auf Gespräche. „Ja, wir sind auch weiterhin gesprächsbereit“, antwortet die erste Bevollmächtigte Nicole Platzdasch unserer Redaktion auf Anfrage. „Für uns hat die Sicherung von Beschäftigung in der Region sowie gute Arbeitsbedingungen höchste Priorität.“
Zur Frage, weshalb die Gespräche aus IG-Metall-Sicht scheiterten, äußert sich Platzdasch nicht konkret – etwa zum Thema, ob der Verzicht auf Teile des Weihnachtsgeldes eine rote Linie für die Verhandler war. Platzdasch erklärt: „Die Verhandlungen waren geprägt von diversen Diskussionen. Klar ist jedoch, dass wir immer versuchen, Lösungen zu finden, die im Interesse aller Beschäftigten liegen.“
Das Vorgehen von Bizerba bedeute für die Beschäftigten „eine zusätzliche Verunsicherung in ohnehin schon schwierigen wirtschaftlichen Zeiten“, so schätzt Platzdasch die Lage ein.
Mit Bizerba-Mitarbeitern sei die IG Metall in intensiven Gesprächen. „Sie haben viele Fragen zu den Auswirkungen des Verbandsaustritts, die es zu beantworten gilt. Viele Beschäftigte treten derzeit der IG Metall bei.“
Wie es für die Bizerba-Mitarbeiter weitergeht, welche Schritte geplant sind, dazu gibt es von Unternehmensseite aktuell keine Stellungnahme. Bizerba wird sich für den Moment nicht weiter äußern, „da wir uns aktuell in notwendigen Diskussionen und Abstimmungen – unternehmensintern als auch mit externen Interessensparteien – befinden“, wie ein Bizerba-Sprecher unserer Redaktion erklärte.