Auf dem Firmengelände in Tailfingen Foto: Mayer & Cie.

Die chinesischen Behörden haben inzwischen grünes Licht für den Vollzug des Kaufvertrags gegeben.

Ein Meilenstein wurde bei der Übernahme des Rundstrickbereichs der Tailfinger Traditionsfirma Mayer & Cie. durch das chinesische Unternehmen Huixing in der vergangenen Woche verzeichnet.

 

Die chinesischen Behörden haben ihre Zustimmung für die Übernahme gegeben, wie Sprecherin Claudia Bitzer auf Anfrage unserer Redaktion informiert. Weiter stehe jedoch die Zustimmung der deutschen Behörden noch aus. Bitzer sagt zum aktuellen Verfahrensstand: „Wir befinden uns weiterhin in der Übergangsphase, zwischen ‚Signing‘ und ‚Closing‘.“

Das „Signing“, sprich die Unterschrift des Kaufvertrags durch den Investor aus Fernost, ist am 9. Februar erfolgt. Bereits in der damaligen Pressemitteilung hieß es, dass für den Vollzug jenes Kaufvertrages sowohl deutsche als auch chinesische Behörden noch grünes Licht geben müssen.

Vollzug in sechs bis acht Wochen

Dabei handele es sich unter anderem um die Freigabe der chinesischen Behörden für Auslandsinvestitionen sowie der Unbedenklichkeitsbescheinigung des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. In sechs bis acht Wochen, so die Einschätzung in der zweiten Februarwoche, sei mit dem Vollzug der Kaufverträge zu rechnen.

Zum weiteren Fahrplan sagt Claudia Bitzer: „Wir hoffen, dass die deutsche Zustimmung bald eintrifft und der Prozess dann zum Abschluss gebracht werden kann. Erst nach dem formalen ‚Closing‘ kann das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit voll aufnehmen. Davon hängt der Zeitplan ab.“

Nachfrage ist da

Vorgesehen ist, dass das Nachfolgeunternehmen das komplette bisherige Portfolio an Maschinen, Ersatzteilen sowie Serviceleistungen übernehme. Auf die Frage, ob absehbar sei, dass es Abnehmer für die Produkte der Nachfolgefirma gebe, antwortet Sprecherin Claudia Bitzer: „Ja, gibt es.“ Wie viele Beschäftigte wieder eingestellt werden, ist indes noch nicht bekannt. Auch nicht, ob alle Räumlichkeiten auf dem großen Firmenareal am Tailfinger Ortsausgang in Richtung Onstmettingen noch benötigt werden.

Investor Xu Hongjie aus der Unternehmerfamilie von Huixing zeigt derweil Präsenz in Albstadt. Vergangene Woche erreichte unsere Redaktion eine Pressemitteilung des neuen Eigentümers, in welcher er von einem Gespräch mit Oberbürgermeister Roland Tralmer im Albstädter Rathaus berichtet. Darin betont Xu Hongjie erneut, dass er künftig auf den Standort Tailfingen setzt. Albstadt solle das globale Zentrum für Forschung und Entwicklung sein, Produktionsstandort für Premium-Maschinen bleiben und zugleich Fertigungsort zentraler Präzisionskomponenten werden.