Der Europa-Park bietet vielfältige Ferienjobs an – unter anderem im Wasserpark Rulantica. Foto: red/Europa-Park

Wegen der schwachen Konjunktur werden deutschlandweit weniger Ferienjobplätze vergeben. Wie sieht es für Schüler und Studenten in Lahr und Umgebung aus?

Bis zu den Sommerferien ist es nicht mehr weit. Für viele Heranwachsende ist ein Ferienjob die beste Möglichkeit, etwas eigenes Geld zu verdienen. Allerdings haben deutschlandweit einige große Industrieunternehmen wie Bosch und der Autozulieferer ZF angegeben, wegen der aktuellen Wirtschaftslage ihr Ferienjobangebot zu reduzieren. Ob auch Schüler in Lahr und Region von der schwachen Konjunktur ausgebremst werden, hat unsere Redaktion in Erfahrung gebracht.

 

DHL-Paketzentrum: Beim Be- und Entladen der Wechselbehälter können im DHL-Paketzentrum in Lahr auch Schüler in den Ferien helfen. 15 Plätze bietet das Unternehmen in den Sommerferien an, in den Pfingstferien sind es fünf. „Da die Planung der Aushilfskräfte sehr flexibel gestaltet werden kann, hat sich an der Anzahl der Plätze im Vergleich zu den letzten Jahren nichts verändert“, erklärt Marc Mombauer, Pressesprecher der DHL Group in Baden-Württemberg, auf Nachfrage. Bewerbungen sind online unter careers.dhl.com möglich. Voraussetzung ist laut DHL eine körperliche Belastbarkeit.

Schaeffler: Der Zulieferer der Automobilindustrie vergibt in diesem Jahr für sein Lahrer Werk in den Pfingstferien 20 und in den Sommerferien sogar 60 Ferienjobplätze pro Woche – das sind laut Firmensprecher Steffen Nieländer mehr als im vergangenen Jahr. Die Ferienjobber werden in unterschiedlichen Fertigungsbereichen und auch im Werkzeugservice eingesetzt. Weil Kinder und Jugendliche aber grundsätzlich nicht im Schichtbetrieb arbeiten dürfen, beträgt das Mindestalter bei Schaeffler 18 Jahre. Wer sich für den Sommer bewerben möchte, kann sein Schreiben direkt beim Lahrer Schaeffler-Werk abgeben.

Europa-Park: 300 Ferienjobber in den Pfingstferien, sogar 900 im Sommer: Die Zahlen des Europa-Parks sind beeindruckend. Auch bei Deutschlands größtem Freizeitpark merkt man nichts von schwächelnder Konjunktur, im Gegenteil: „Die Anzahl unserer Ferienjobs hat durch Erweiterungen des Resorts im Vergleich zum Vorjahr zugenommen“, sagt Pressesprecherin Valentina Jaksic unserer Redaktion.

Die Jobber werden nicht nur im Park, sondern auch in der Wasserwelt Rulantica und in den Hotels eingesetzt. Die Aufgabenbereiche sind vielfältig: „Bei den Fahrattraktionen, in der Gastronomie, im Bereich Shopping, an Informations- und Kassenpunkten“, teilt der Europa-Park mit. Für den Sommer gibt es noch Plätze in der zweiten Ferienhälfte.

„In der Regel sollten Bewerber mindestens 16 Jahre alt sein. Für bestimmte Tätigkeiten, wie etwa im Bereich der Fahrattraktionen, ist ein Mindestalter von 18 Jahren erforderlich. Auch 15-Jährige, die die neunte Klasse bereits abgeschlossen haben, können in ausgewählten Bereichen mitarbeiten“, so Jaksic. Die Bewerbung erfolgt über die Karriereseite unter jobs.europapark.de.

Herrenknecht: Die schlechte Nachricht gleich vorweg: Alle 30 Ferienjobs für die Sommerferien hat das Schwanauer Maschinenbauunternehmen bereits vergeben. For Spontane gibt es aber eine Warteliste. Die Firma weist darauf hin, dass der Bewerbungszeitraum für Ferienjobs bereits im März oder April startet und die Plätze aufgrund der hohen Nachfrage regelmäßig schnell vergeben sind.

Interessierte melden sich auf der Webseite von Herrenknecht mit Lebenslauf und gewünschtem Zeitraum. Die Aushilfen werden laut Pressesprecherin Annabelle Bozec überwiegend in Werkbereichen wie der Werkzeugausgabe, aber auch im Büro eingesetzt. Mindestarbeitszeit: Zwei Wochen.

Stadt Lahr: Schüler, deren Eltern bei der Stadt Lahr arbeiten, bekommen mit etwas Glück einen Job in den Sommerferien bei der Stadt. In den Bereichen Bäder, Mediathek, Stadtarchiv, im Bau- und Gartenbetrieb und auf dem Friedhof, beim Gutachterausschuss und seit vergangenem Jahr auch bei der Feuerwehr sind insgesamt 35 Plätze zu vergeben.

„Aufgrund der immer sehr hohen Nachfrage bieten wir die Jobs nur in einem internen Verfahren den Kindern von Mitarbeitern an“, erklärt die Stadt jedoch auf Nachfrage. Dabei könne jeweils nur ein Kind pro Familie berücksichtigt werden, so die Stadt.