Um die Kosten für 2026 in der Kita „Unterm Regenbogen“ ging es im Gemeinderat. Foto: Gemeinde Gutach

Nach Überarbeitung der Haushaltsplanung konnte das Betriebskostendefizit des Kindergartens „Unterm Regenbogen“ von 960 000 auf 872 000 Euro reduziert werden.

Der Gutacher Gemeinderat hatte sich gewünscht, dass die Zusammensetzung der Kosten für den Kindergarten „Unterm Regenbogen“ veröffentlicht werden. Eli Yacout und Helena Schwab vom Evangelischen Verwaltungs- und Serviceamt Ortenau (VSA), welches für die evangelische Kirchengemeinde als Träger die Betriebsführung übernommen hat, stellten in der Sitzung am Mittwochabend die aktuelle Kostenplanung für 2026 vor.

 

Zunächst war dort ein Haushaltsentwurf erstellt worden, der ein Betriebskostendefizit von rund 960 000 Euro auswies. Nach einer Überarbeitung der Zahlen durch das VSA konnte das Defizit nun auf rund 872 000 Euro reduziert werden. Im Jahr 2025 hatte das Defizit noch bei rund 824 000 Euro gelegen.

Viele Faktoren haben zur Anpassung geführt

Die Reduzierung des Defizits ergibt sich vor allem aus drei Punkten: Zum einen wurde ein bislang nicht eingeplanter Zuschuss für die Ausbildungsvergütung von 19 000 Euro berücksichtigt. Zum anderen konnten die Personalkosten nach dem zwischenzeitlich festgelegten TVÖD-Tarifabschluss für 2026 niedriger angesetzt werden. Ursprünglich hatte man dort mit fünf Prozent gerechnet, nun sind es aber 2,8 Prozent. Zusätzlich wurden Kosten für Leistungsentgelte korrigiert und Mittel für Beschaffungen im Kindergarten um 20 000 Euro gekürzt. Durch diese Einsparungen verringerte sich auch die Umlage an das VSA für die Geschäftsführung.

„Unsere Elternbeiträge sind noch weit unter dem Bundesdurchschnitt“, betonte Bürgermeister Siegfried Eckert. Auch Kindergarten-Leiterin Lena Ockert kam zu Wort: „Wir sind sehr gut besetzt. Den Alltag in der Einrichtung können wir mit unseren Fach- und Zusatzkräften stabil gestalten und auch die Betreuungszeiten können wir gewähren.“ Auch auf ihre Michaela Santos kam sie zu sprechen, die sie gerne als ständige Stellvertreterin einsetzen würde. Santos wäre eine große Hilfe und würde Ockert schon bei vielen Aufgaben unterstützen oder diese auch komplett übernehmen.

Auf die Frage von Siegfried Eckert, wie es mit der Auslastung in Kindergarten und Kita aussehe, antwortete Ockert, dass sie sich bereits in den Nachbargemeinden umgehört habe, ob es dort Wartelisten gebe. Auf lange Sicht sei es möglich, auch Kinder aus der Umgebung in Gutach zu betreuen.

Lena Ockert erhielt ein großes Lob von Eli Yacout und aus den Reihen des Gemeinderats. „Es ist ganz toll, dass bei diesem Thema jetzt wieder Ruhe eingekehrt ist“, äußerte sich Susanne Heinzmann (FDP).

„Ich finde es erschreckend, dass wir bei unserem neu gebauten Anbau schon wieder nachrüsten müssen, weil die Standards erhöht wurden. Ich finde das etwas bedenklich, zumal die Kommune reagieren und die Kosten tragen muss“, befand Karla Wöhrle (CDU).

Die Betriebskosten steigen zwar jährlich weiter an, der Gemeinderat drückte aber dennoch seine Zufriedenheit mit der Situation in Gutach aus.