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Unterkirnach Uneinigkeit beim Abendgrund-Preis

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Der AbendgrundI stand im Mittelpunkt der Debatte im Unterkirnacher Rat. Foto: Schimkat Foto: Schwarzwälder Bote

Die Festsetzung des Verkaufspreises im Abendgrund I erhitzte die Gemüter der Gemeinderäte, von Harmonie am Ende des Tages konnte keine Rede sein.

Unterkirnach. Letztendlich wurde dem Vorschlag der Verwaltung mit sieben Ja-, bei drei Nein- und zwei Enthaltungen zugestimmt. Demnach soll der Quadratmeter bei einer Gesamtveräußerung der Fläche ohne den Bau einer Erschließungsstraße 95 Euro kosten. 103 Euro soll der Quadratmeter bei Parzellierung der Grundstücke, für die der Bau einer kürzeren Erschließungsstraße ausreicht, kosten. 110 Euro werden bei Parzellierung der Grundstücke, für die der Bau einer langen Erschließungsstraße erforderlich ist, notwendig.

Einigkeit herrschte bei dem Zusatz: Sollte bis zum 30. November kein Interessent für die Veräußerung des Grundstücks im Gesamten gefunden werden, empfiehlt die Verwaltung die Vorbereitung einer Ausschreibung zum Bau einer Erschließungsstraße. Ob diese in einem gesamten Bauabschnitt oder in zwei Etappen erfolgt, muss im Gemeinderat festgelegt werden. Über den Preis soll dann neu beraten werden.

Bürgermeister Andreas Braun berief sich auf den Gutachterausschuss, der dem Gemeinderat obige Verkaufspreise empfohlen hatte. Man könne diskutieren, ob das marktgerecht sei oder nicht, sich aber nicht über den Gutachterbeschluss hinwegsetzen, lautete seine Begründung.

Das sahen die Gemeinderäte größtenteils anders. Michael Klafki erklärte, wenn er wüsste, in welchem Bereich sich die Preise in anderen Gemeinden bewegten, könne er vergleichen.

Birgit Kodet hielt die Preise auch für zu hoch. Man sollte in einem halben Jahr oder schon jetzt mit den Preisen heruntergehen, wünschte sie. Christian Bausch konnte die Meinung von Klafki nachvollziehen.

Es handele sich hier nicht um eine grüne Wiese, die man für 15 Euro pro Quadratmeter verkaufen könne, antwortete Braun.

Armin Simmerer nahm kein Blatt vor den Mund und monierte, Braun habe so schlecht verhandelt und das Areal für 400 000 Euro zu teuer erworben. Da habe der Gemeinderat mit abgestimmt, wehrte sich Braun. Die Vorlage sei sehr schlecht gewesen, der Gemeinderat habe sozusagen blind abgestimmt, konterte Simmerer. "Sie machen es sich einfach, lassen Sie doch die alten Kamellen, jeder hatte das Gutachten", verteidigte sich Braun.

Die Nutzungsuntersagung sei vier Wochen nach dem Kauf gekommen, erklärte Bausch und Simmerer bestand darauf, dass Braun "laienhaft gearbeitet und entschieden" habe.

Weiter ging es mit der Forderung von Simmerer, von dem Vorbesitzer wegen dem Asbestvorkommen Geld zurückzuverlangen. "Sie hätten uns auch mal den Kaufvertrag zeigen dürfen, verklagen Sie doch den Gutachter, legte Simmerer nach. Bei allem Hin und Her blieb es doch dabei, dass das Grundstück um 400 000 bis 500 000 Euro zu teuer gekauft wurde.

Braun fragte noch einmal, warum die Räte zugestimmt hatten und erhielt die gleiche Antwort, dass die Räte keine ausführlichen Unterlagen und auch keine Einsicht in die Gesprächsprotokolle gehabt hätten.

Bausch wies noch einmal darauf hin, dass es Stillstand bedeuten würde, wenn die Verwaltung bei den genannten Preisen bleibe. Braun zeigte sich entnervt und Simmerer meinte milde, er habe nichts gegen Braun, sondern gegen "die schlechte Arbeit", die er leiste.

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