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Unterkirnach Projekt Lorenzenhof wieder aktuell

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Eigentümer Bruckner hat sich viel Arbeit vorgenommen. Foto: Schwarzwälder Bote

Der Lorenzenhof verfällt mehr und mehr, jetzt möchte ihn sein Besitzer Jürgen Bruckner abbrechen lassen, wobei die Entscheidung die Denkmalbehörde Freiburg fällen wird.

Unterkirnach. "Hier kommt viel Arbeit auf mich zu, aber es wird auch langsam Zeit", erklärt Bruckner im Gespräch mit unserer Zeitung vor Ort.

Kurz blickt er auf die Geschichte des Hofs, der, zusammen mit der Kapelle 1789 gebaut wurde. 1905 brannte er ab, die Kapelle steht noch und hat Potenzial saniert zu werden. Der Hof wurde 1906 wieder aufgebaut und gehörte viele Jahre einer Familie Neugart, die nach Ungarn auswanderte und heute nicht mehr lebt, berichtet Bruckner. Im Jahre 2005 habe er das Anwesen zusammen mit Armin Stark, Geschäftsführer der in Gründung befindlichen Lorenzenhof-Betriebsgesellschaft mbH gekauft. "Ich wurde gefragt, ob ich mit Stark bei dem Bau eines Campingplatzes dabei wäre, es gebe einen Investor", so Bruckner. "Also planten wir den Bau von 15 Ferienhäusern und 200 Stellplätzen für Caravans und Zelte", fährt er fort.

Das Gelände, das zum Lorenzenhof gehört, misst zwölf Hektar, der Campingplatz hätte gut vier Hektar mit Ausgleichsfläche benötigt. Doch es sollte nicht wahr werden, so Bruckner.

"Der Investor sprang ab, wir suchten erfolglos andere Investoren und dann hörte 2009 Stark aus gesundheitlichen Gründen auf."

Ein weiterer Grund, dass die Planung scheiterte, sei die Zufahrt von der Talstraße gewesen, die durch das "Nein" der Eigentümer nicht zustande kam, die Zufahrt von der Firma Günter Bau, die 2007 Insolvenz anmeldete, fiel auch flach, da sie für die Nachfolgefirma Günter Bausanierung benötigt wurde. "Das Thema Zufahrt zum großen Gelände ist noch nicht gelöst", so Bruckner.

Jetzt wolle er den Lorenzenhof abbrechen lassen, sollte die Denkmalbehörde zustimmen, plane er den Abbruch im Herbst. Auf die Frage, was er nach dem Abbruch vorhabe, erklärt er, dass er eine Maschinenhalle mit Lagerfläche bauen möchte.

In den großen Schuppen unweit des großen Gebäudes möchte er eine Betriebsleiterwohnung einbauen, hinter dem Schuppen, neben der Kapelle, will er ein Tiny-House aufstellen und als Ferienwohnung vermieten. Dieses Tiny-House stehe schon auf seinem Grundstück in Hubertshofen, er werde es auf sein Gelände am Lorenzenhof verlegen. "Sollte es mit dem Vermieten des Tiny-Houses gut laufen, könnte ich mir weitere Tiny-Houses hier vorstellen, doch dazu bedürfe es dann einer funktionierenden Zufahrtslösung", so Bruckner.

Zur Zeit hält er auf seinen großzügigen Weideflächen 13 Hinterwälder Mutterkühe, das sei Biohaltung, betont er. Auf die Frage, was er über die am Ackerloch geplanten Tiny-Houses der Firma Koda denke, antwortet Bruckner: "Das sind keine Tiny-Houses, sondern Mini-Ferienhäuser, ein Tiny-House stehe immer auf Rädern und könne weggezogen werden, sonst sei es kein Tiny-House. Weiter möchte er sich zu dieser Planung nicht äußern.

Zurück zum Lorenzenhof: "Ich fertige Bestandspläne und die notwendigen Fotos für das Denkmalamt an, das verlangt das Amt". Die Kapelle soll saniert werden, die Pläne für den Bauantrag der Wohnung in der Scheune sei in Arbeit und werde der Gemeinde Unterkirnach bald vorgelegt. "Ich hoffe, dass jetzt endlich etwas geht", betont Bruckner abschließend.

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