Sabrina und Andrea Lassak planen, Mini-Houses für touristische Zwecke auf dem Gewann Ackerloch in Unterkirnach aufzustellen. Nun möchten die beiden ihr Projekt auch den Bürgern der Gemeinde vorstellen. Foto: Schimkat

Tourismus: Sabrina und Andrea Lassak planen Informationsabend für Bürger in der Schlossberghalle

Sabrina und Andrea Lassak stellten im April in einem Pressegespräch im Unterkirnacher Rathaus ihr Projekt Mini-House vor. In einer nichtöffentlichen Sitzung hatten sie es ebenfalls präsentiert. Die Mini-Houses sollen auf dem Gewann Ackerloch, das Rolf Weißer gehört, aufgestellt und für den Tourismus genutzt werden.

Unterkirnach. Vor dem Kauf muss der Flächennutzungsplan (FNP) der Verwaltungsgemeinschaft Villingen-Schwenningen wegen der Nutzung für touristische Zwecke geändert werden. Das ist inzwischen geschehen, die Änderung des FNP "Ausweisung eines Sondergebiets mit der Zweckbestimmung Tourismus" ist im Stadtplanungsamt Stadtbezirk Schwenningen vom 8. Juni bis 24. Juli öffentlich ausgelegt.

Am 27. Mai startete das Ehepaar Edeltraud und Armin Simmerer zusammen mit ihrer Tochter Simone Adam und ihrem Schwiegersohn Jürgen Adam eine Online-Petition mit dem Ziel, das Ackerloch in Unterkirnach in seinem gewachsenen Zustand zu erhalten und zu verhindern, dass eine Ferienhaussiedlung oder ein Campingplatz entsteht, was den Charakter dieses Naherholungsgebiets unwiderruflich zerstören würde.

Zum Stand Donnerstagvormittag hatten schon 258 Befürworter der Petition unterschrieben. Auf Anfrage unserer Zeitung geben sich Sabrina und Andrea Lassak gelassen und bedauern, dass sie, bedingt durch die Corona-Krise, den Bürgern der Gemeinde Unterkirnach noch keine Präsentation bieten konnten. "Wir wollen Ende des Monats Juni/Anfang Juli unser Projekt in der Schlossberghalle präsentieren und zeigen, dass wir nur 13 Tiny-Houses, später höchstens noch vier oder fünf weitere Häuser dort aufstellen wollen und nicht 34 Häuser, wie in der Presse geschrieben stand", erklärt Sabrina Lassak. In den Unterlagen zu ihrem Projekt, das sie dem Gemeinderat und der Presse vorstellten, sind 34 Häuser eingezeichnet. "Diese Häuser sind nachhaltig, klein und werden die Natur nicht verschandeln", fährt sie fort.

"Wir haben vor der Petition versucht, Simone Adam telefonisch zu erreichen, was uns nicht gelungen ist, wir finden es schade, dass sie keinen Kontakt wollte", so Sabrina Lassak. Dem widerspricht Simone Adam im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie habe Ende April im Rathaus angerufen und um die Kontaktdaten der Frauen gebeten, Bürgermeister Andreas Braun habe erklärt, er würde ihre Mail-Adresse und Telefonnummer an sie weitergeben. Zusätzlich habe sie an die Mail-Adresse der beiden geschrieben und um einen Anruf gebeten, parallel habe ihr Mann auf deren Facebook­-Account um einen Anruf gebeten. Auch habe sie bei der Werbeagentur von Sabrina Lassak angerufen, die Mutter erreicht und um einen Anruf gebeten, versichert Simone Adam. "Wir haben bis heute nichts gehört, weder telefonisch, noch per Mail, auch hätten die Damen auf meinen Anrufbeantworter sprechen können, außerdem war ich bedingt durch Corona fast immer mit meinen Kindern zuhause und zu erreichen", betont sie.