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Unterkirnach Lebhafte Diskussion bei Bürgerdialog

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Die Bürger diskutieren über die Zukunft des Hallenbads. Fotos: Schimkat Foto: Schwarzwälder Bote

Das Hallenbad Aqualino stand am Donnerstagabend im Mittelpunkt eines Bürgerdialogs, zu dem Bürgermeister Andreas Braun Gemeinderäte, Nutzer und Mitarbeiter des Hallenbads eingeladen hatte.

Unterkirnach. Es ging um das Thema: "Erhalten des Hallenbads oder Schließen", wobei Braun die für ihn neue Aufgabe des Moderators, die er bravourös erfüllte, übernommen hatte. Auf mehreren Tafeln waren die Einnahmen und Kosten des Hallenbads zu sehen. Weitere Fragen waren "Wie kann das Bad mehr Besucher anziehen?", "Was bedeutet es für Unterkirnach?", "Was würde eine Generalsanierung kosten?" und "Was wäre die weitere Nutzung bei einer Schließung?".

Nach Erläuterung der Zahlenwerke, waren die Bürger gefordert, ihre Ideen zu allen Möglichkeiten auf Zettel zu schreiben und an der jeweiligen Themenwand anzubringen. Anschließend gab es eine Begehung des Bads und seiner aufwendigen Technik mit Fachmann Rolf Linsenmeier, danach ging es wieder in den Probenraum des Musikvereins zu einem letzten Resümee.

Der Donnerstag war der Auftakt zu drei Abenden, an denen der Entscheidungsprozess Hallenbad Ja oder Nein erarbeitet werden sollte.

Das Aqualino wurde 1974 gebaut, 2002 wurde die Schwimmhalle erweitert. Im Untergeschoss wurde der Saunabereich eingebaut. 2005 wurde die Technik saniert, erläuterte Braun. Das Chlor fördere die Korrosion, das Bad verfüge weder im Schwimm- noch im Saunabereich über barrierefreie Zugänge, nannte Braun einige Minuspunkte. Er erläuterte die EGU – eine Gemeindewerke-GmbH, die 2002 gegründet wurde und das Schwimmbad betreibe. "Die Gewinne der EGU fließen ins Hallenbad. Durch die Gewinne können wir Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer sparen, so Braun. Er gab zu bedenken, dass zur Zeit eine externe Betriebsaufsicht dazugekauft werde. Bei einer Schließung des Hallenbads spare die Gemeinde einen jährlichen Verlustausgleich von 260 000 Euro.

Braun wies auf die Zahl 400 000 Euro, die jährlich dem Haushalt in den nächsten Jahren fehlen werden, und nannte die Gesamteinnahmen des Hallenbads in Höhe von 91 600 Euro, denen ein jährliches Defizit (2019) von 212 400 Euro gegenübersteht. Die Betriebs- und Unterhaltungskosten liegen bei 304 000 Euro. Nach Brauns Einführung teilten sich die Bürger in zwei Gruppen. Es wurde lebhaft diskutiert. Gemeinderat Heinrich Weißer sprach sich für die Schließung des Hallenbads aus: "Das sehe ich unternehmerisch", betonte er. Gemeinderat Michael Klafki war für den Erhalt des Bads. Gudrun Weißer ist leidenschaftliche Schwimmerin. Sie betonte, damals bei Altbürgermeister Siegfried Baumann habe es auch noch keine hohe Gewerbesteuer gegeben und das Schwimmbad habe existiert. Es gebe doch bis 90 Prozent Zuschuss für eine Sanierung.

Stichworte für eine Sanierung lauteten Gesundheit, Förderung des Tourismus, bezahlbarer Eintritt, Lieblingsplatz der Kinder. Für eine Schließung sprach vor allem die unternehmerische Sicht.

Nach drei Stunden der Diskussion und Besichtigung dankte Braun den Bürgern dafür, wie sie um den Erhalt des Bades gekämpft hatten.

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