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Unterkirnach In Kapelle tauchen viele Schätze auf

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Der Heimatforscher Ludwig Kühn ist erstaunt, wie gut in der Kapelle beim Unterkirnacher Lorenzenhof der Corpus von Jesus Christus am Kreuz noch erhalten ist.Foto: Schimkat Foto: Schwarzwälder Bote

"Diese Kapelle muss ­erhalten bleiben". Ludwig Kühn aus Unterkirnach, er kennt sich wie kein ­anderer in der Geschichte der Gemeinde aus, betrachtet die Kapelle, die zum Lorenzenhof gehört, ganz genau.

Unterkirnach. Er ist mit unserer Zeitung auf Besichtigungsfahrt, und Jürgen Bruckner, dem Kapelle und das ganze Areal des Lorenzenhofs gehört, gibt gerne Auskunft, was er von der Kapelle weiß.

Wie der Lorenzenhof steht auch die Kapelle unter Denkmalschutz. Während der Hof verfallen ist und Bruckner die Erlaubnis zum Abbruch des Gebäudes vom Denkmalamt erhielt, steht die Kapelle noch recht stabil da, und auch Bruckner möchte sie erhalten und restaurieren.

Die Stufe zum Eingang der Kapelle fehlt, das sei ein Grabstein gewesen, der ursprünglich von Veronika Weisser vom Behringer Hof gestiftet wurde, erzählt Bruckner. Die Kapelle sei übrigens im Jahr 1789 erbaut worden, genauso wie der Lorenzenhof. Es handele sich um ein geschlossenes Hofgut, geschlossene Hofgüter können nur als Ganzes verkauft werden, um die Wirtschaftlichkeit zu erhalten, so Bruckner. Eine Mühle habe es am Bach auch gegeben, aber die existiere nicht mehr, fährt er fort und Kühn ergänzt, dass Kürnach Mühle bedeutet habe.

In der Kapelle betätigt Bruckner das Seil und die Glocke im Glockenturm auf dem Dach ertönt: "Funktioniert immer noch", betont er.

Hinter einem Rundbogen befindet sich ein rechteckiger Chor und der Corpus von Jesus Christus am Kreuz. Das sei einmalig, zeigt sich Kühn begeistert und betrachtet den erstaunlich großen Corpus. Dieser ist, außer dem Gesicht, noch vollkommen erhalten, nur etwas schmutzig.

Wieder außerhalb der Kapelle sieht Kühn sofort, dass das Mauerwerk der Kapelle unten teilweise feucht und weggebrochen ist. Dieses müsse freigelegt und gesichert werden, bemerkt Kühn mit Kennerblick.

Jetzt kämpft er sich durch das hohe Gras zum hinteren Teil der Kapelle. Dieser Teil ist mit großen Steinen rund gemauert, sieht er staunend. Dahinter sind noch große Steinblöcke aufgeschichtet, ob zum Schutz gegen einen möglichen Einbruch des Daches oder aus anderen Gründen, keiner weiß es.

Aber das Dach und vor allem der Dachstuhl seien marode, bemerkt er, und ­Bruckner weiß, dass auf dem Areal viel Arbeit auf ihn ­zukommt. Zuerst müsse der Hof abgebrochen werden, dann möchte er in die ­Scheune eine Wohnung einbauen. Und ein ­Minihaus lässt er auch bald von seinem Wohnort Hubertshofen anliefern, das würde hinter der Kapelle aufgestellt.

"Es gibt viel zu tun", sind sich Bruckner und Kühn einig, und Kühn fährt nachhause, den Kopf voller Ideen bezüglich der Kapelle.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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