Auf Knopfdruck von Bürgermeister Andreas Braun (rechts) und Tourismusbüroleiter John Mohr wurde der Talsee von 20 000 Lämpchen beleuchtet. Foto: Hella Schimkat

Rund 20 000 LED-Lämpchen sorgen in der Vorweihnachtszeit für stimmungsvolle Abende in der Unterkirnacher Idylle. Der Bereich um den See erstrahlt nun täglich bis 22 Uhr.

„Das ist aber schön“ – viel Begeisterung gab es am Samstagabend, als Bürgermeister Andreas Braun und John Mohr, Leiter der Touristinformation, per Knopfdruck die Beleuchtung rings um den Talsee einschalteten.

 

Braun und Mohr begrüßten die zahlreichen Bürger und Bürgerinnen aus Unterkirnach, aber auch Besucher aus der Region waren gekommen, um den Talsee in seiner Beleuchtung zu bewundern.

John Mohr habe die Idee gehabt, den Talsee in der Vorweihnachtszeit und anschließend bis Mitte Januar in funkelnde Stimmung zu versetzen, erklärte Braun.

Er dankte den Fanfaren-Fetzern, dem FC Unterkirnach und der Zunft, die abwechselnd an drei Samstagen die Bewirtung in der Hütte am Talsee übernehmen. Ganz besonders hob er die Arbeiten des Werkhofs hervor. In teils mühevollen Kletterakten wurden die 20 000 LED-Lämpchen an Bäumen und Brückengeländern befestigt.

Bratwurst und Beleuchtung

Gut gestärkt mit Bratwurst, Glühwein und heißem Kakao machten sich viele Besucher auf den Weg rund um den Talsee. An fünf beleuchteten Bildern auf dem Rundweg konnte die Geschichte des Unterkirnacher Maskottchens, die per QR-Code am Startpunkt als Hörbuch abrufbar war, verfolgt werden.

An jedem Tag, sowie es dunkel wird, schalte sich die Beleuchtung, die an die Straßenbeleuchtung gekoppelt sei, an und leuchte bis 22 Uhr, erläuterte Braun.

Ein Ehepaar war aus Tuttlingen nach Unterkirnach an den Talsee gekommen und fand die Beleuchtung „ganz wunderbar“. „Ich bin in Unterkirnach aufgewachsen, habe am Sommerberg bis vor 40 Jahren gelebt“, erklärte die Ehefrau, schaute sich um und meinte: „Schade, dass ich keine bekannten Gesichter hier erblicke“.

Idee ist gereift

Auch Altbürgermeister Siegfried Baumann und seine Lebensgefährtin waren gekommen, um den Talsee im Lichtermeer zu betrachten. Es sei schön, dass hier an dem idyllischen See wieder etwas für Unterkirnach und die Spaziergänger getan wurde, betonten sie.

John Mohr, der seit Oktober 2024 als Touristinfoleiter tätig ist, erklärte im Gespräch mit der Redaktion, dass er es von Anfang an schade fand, dass der See so verlassen daliege. Da habe er schon die Idee der Lichter gehabt, sie aber noch nicht realisieren können, so Mohr.

Auch die beleuchteten Bäume fanden direkt viel Bewunderung. Foto: Hella Schimkat

Dann wurde der Weihnachtszauber in Triberg eingestellt und Mitte des Jahres habe er von Triberg ein Angebot für die Beleuchtung um den See eingeholt.

„Wir wollten sie, aber das Angebot war uns zu teuer, so kauften wir selbst die Lichterketten“, so Mohr.

Die Ketten wachsen mit

Das Besondere sei, dass die Lichterketten in den Bäumen mitwachsen und für immer an den Stämmen und Ästen bleiben, sodass die Arbeit der Befestigung nicht in jedem Jahr bewältigt werden müsse, unterstrich er.

Ganz besonders hob er die Arbeit von Dominic Hall, Leiter des Werkhofs, hervor, der 80 Prozent der Bäume erkletterte: „Das war zum Teil gefährlich und sehr anstrengend“, bewundert er ihn.

Es habe einen Monat gedauert, bis alles fix und fertig gewesen sei, so Mohr.

Tannis Geschichte – eine Anregung

Tanni, Mümmel und der Bär
Die Geschichte des Maskottchens Tanni hat Touristinfoleiter John Mohr selbst erfunden und geschrieben. Er erzählt sie kurz: „Tanni wunderte sich sehr, dass die Schneeflocken in der Luft gefroren waren und sozusagen in der Luft stehen blieben.“ Auch der Hase „Mümmel“ konnte ihm da nicht weiterhelfen, also begaben sich Tanni und Mümmel in den Wald, wo sie auf den großen Bären trafen. Dieser gab schließlich zu, dass er selbst die Flocken angehalten habe, um damit auch die schöne Zeit festzuhalten, die so schnell vergehe.

Anregung zum Nachdenken
Da komme sicher der eine oder andere Zuhörer ins Nachdenken, die Zeit, die man auf der Welt habe, sinnvoll zu nutzen, hofft der Leiter der Touristinformation.