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Unterkirnach "Faktencheck" zu Minihäusern

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Ein Bürgerentscheid steht im Dezember zum Minihaus-Projekt im Ackerloch an.Foto: © Gina Sanders – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Von Hella Schimkat

Unterkirnach. Einen "Faktencheck" zum Minihaus-Projekt stellte Bürgermeister Andreas Braun in einem Pressegespräch im Vorfeld des Bürgerentscheids vor. Diesen hatten er und zehn Gemeinderäte kurzfristig erstellt.

Der vierseitige "Faktencheck" werde an alle Bürger verteilt und beziehe sich vor allem auf Aussagen aus dem Flyer der Interessengemeinschaft Ackerloch, so Braun. Ganz besonders geärgert habe ihn und die Gemeinderäte das Symbolbild mit den dargestellten Häusern, die durchgestrichen sind, erklärt er. Diese Häuser erscheinen auf dem Bild mindestens acht Meter hoch, was aber nicht der Realität entspreche, fährt er fort. Hier werde dem Wähler suggeriert, dass die Sicht verdeckt und die Landschaft verschandelt werde, und das empfinde er als frech.

Zu der Aussage im Flyer, Unterkirnach fehle eine überzeugende Gesamtkonzeption im Bereich Tourismus, schreiben die Gemeinderäte. Das touristische Profil sei klar abgesteckt, für die Zukunft wäre es jedoch sinnvoll, "Nachhaltigkeit" im Tourismus-Konzept zu ergänzen. Zu der Aussage, dass die Mini-Houses auf einem Selbstversorger-Konzept beruhen und daher die Gewinnerwartungen für die Gastronomie und den Lebensmittelmarkt nicht glaubwürdig erscheinen, erklären die Gemeinderäte, "dass schon die vorhandenen Selbstversorgerunterkünfte im Dorf dafür gesorgt haben, dass die überdurchschnittliche Infrastruktur im Dorf erhalten blieb".

Nicht einverstanden sind die Räte mit der Aussage, dass im Falle des Scheiterns des Projekts die Folgekosten auf die Bürger umgelegt werden. Sie antworten darauf, dass es sich um eine ausschließlich private Investition handele und deshalb auf die Gemeinde im Nachgang auch keine Folgekosten zukommen.

Zur Forderung der Interessengemeinschaft nach einem umfassenden Dorfentwicklungskonzept unter intensiver Bürgerbeteiligung, lautet die Antwort, dass es dieses von der Bürgerinitiative geforderte Dorfentwicklungskonzept gebe und es seit Januar 2017 auf der Homepage der Gemeinde vollumfänglich einsehbar sei.

Zu den in seiner Stellungnahme genannten Zahlen von einer Wertschöpfung in Höhe von fünf Millionen Euro, die die Interessengemeinschaft für unglaubwürdig hält, stellt Braun klar: "Die Zahlen hinsichtlich der von mir genannten Wertschöpfung unserer rund 90 000 Übernachtungen jährlich sind Ergebnisse einer Studie des ›Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr‹, welches die große Bedeutung der deutschen Tourismuswirtschaft für den Wirtschaftsstandort Deutschland und dessen Arbeitsmarkt bestätigt." Ergänzend dazu habe er Zahlen aus dem Ergebnisbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft herangezogen.

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