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Unterkirnach/Brigachtal Mehr als 50 Jahre alte Krippe entdeckt

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Josef Vogt, Pfarrgemeinderatsvorsitzender in Brigachtal, hat keinen Platz in den Kirchen von Brigachtal für die Krippe aus dem Unterkirnacher Kloster Maria Tann. Foto: Schimkat

Die alte Krippe aus dem ehemaligen Klosterareal Maria Tann fristet ein verstecktes Dasein auf der Empore der Kirche St. Martin in Kirchdorf.

Unterkirnach/Brigachtal - "Da muss noch eine alte Krippe der Schulbrüder aus Maria Tann auf der Empore der St. Martinskirche stehen", erinnert sich Josef Vogt, seit mehr als 23 Jahren Pfarrgemeinderatsvorsitzender der Kirchengemeinde St. Martin.

Tatsächlich, nach mühseligem Kraxeln unter vielen Eisenstreben findet er die Krippe, gut geschützt unter einer großen Plane. Der bereits verstorbene Friedrich Itta, der sich für die Geschichte der Kirchen interessierte, habe die Krippe im Kloster Maria Tann erworben, als dieses nach dem Weggang des letzten Schulbruders 1969 ausgeräumt wurde, so Vogt.

Krippe ist Papier und Stoff gefertigt

Diese Krippe ist sehr imposant und steht auf einem Podest. Es müsse wohl eine Jahreskrippe sein, die den Schülern des Klosterinternats im Unterricht erläutert wurde, ist Vogt überzeugt. Die Schulbrüder hätten sicher noch mehr Krippen gebaut, meint er. Die Krippe ist nicht aus Holz gefertigt, sondern aus einem Materialgemisch aus gepresstem nassen Papier und Stoff. Das Material wurde gehärtet. Eine gewundene Treppe mit vielen Stufen führt auf den Berg Golgatha, wo Jesus gekreuzigt wurde. Unter der Festung, in der König Herodes residierte, befindet sich eine große Grotte, die wohl als Stall für die Geburt Christi dient. Feuerstellen, Türme, Brücken liegen verpackt in einer Kiste, also konnte die Krippe in einigen Teilen immer wieder passend zu den biblischen Geschichten umgestaltet werden. Rest der Festung ist die heutige Klagemauer, so Vogt.

An der Rückwand der Krippe ist eine Beleuchtungsanlage angebracht – die Schulbrüder seien schon immer sehr fortschrittlich und geschickt gewesen, weiß Vogt. Leider habe die Krippe keine Figuren, bedauert Vogt und fragt sich, ob irgend jemand noch die passenden Figuren besitze oder sie sogar herstellen könne.

Auf die Frage, warum dieses Stück Klostergeschichte auf der Empore in Brigachtal gut verpackt sozusagen unsichtbar sei, antwortet Vogt: "Wir haben keinen Platz für sie, weder hier in der alten St. Martinskirche noch in der Allerheiligenkirche." Vielleicht finde sich ein jemand, der diese imposante Krippe besitzen möchte, fragt sich Vogt und betont, dass sich Interessenten an ihn wenden können unter der E-Mail Adresse: Juavogt@t-online.de. "Ich würde mich über Anfragen freuen", betont er.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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