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Unterkirnach Ausbau "Maria Tann" im Zeitplan

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In der ehemaligen Unterkirnacher Klosteranlage "Maria Tann" geht es bezüglich der Flüchtlingsunterbringung mit dem Umbau zügig voran.

Unterkirnach. Ab März nächsten Jahres sollen den asylsuchenden vorläufigen Neubürgern in "Maria Tann" 30 Prozent der bis dato umrissenen Nutzfläche zur Verfügung stehen.

Während eines Informationsabends blickte der neue "Hausherr", Axel Kubsch, voraus und freute sich über einen weiteren Schulterschluss im bereits überwiegend ausgebauten Obergeschoss des Haupthauses.

Asylbewerber und die ihnen ehren- und hauptamtlich zur Seite stehenden Helfer kamen bei Lebkuchen, Knabbereien und Limonade zusammen. Gemeinsam tauchte man wieder in die ja auch innenpolitisch kräftig diskutierte Materie ein. Für den gemischten Bereich sieht Kubsch als Geschäftsführer von "Haus Selekt" 60 Prozent Flächenanteil vor. 270 der insgesamt 4860 Quadratmeter Nutzfläche von Maria Tann bleiben kirchlichen Belangen vorbehalten.

"Guten Abend zusammen. Ich freue mich über die heutige Zusammenkunft und darf schon sagen, dass wir in den eineinhalb Jahren seit der Übernahme einiges verbessert haben", so Kubsch im Beisein eines zustimmend nickenden Bürgermeisters An­dreas Braun.

Nahezu durchweg junge Männer unter 30 Jahren besuchten den Infoabend und berichteten teils von ihren Ängsten und Hoffnungen – nicht allein gebrochenes und von einem versierten Übersetzer geglättetes Englisch diente der Kommunikation.

In Unterkirnach war man mittendrin in der Flüchtlingsproblematik, vernahm Mimik und Gestik von Menschen fern ihrer ursprünglichen Heimat. Mehr Deutschunterricht wünschen sich einige, weil man hier ohne die Landessprache keine Chance habe. "Wir wünschen uns ein Lächeln seitens der Bevölkerung. So haben auch wir mehr Mut, uns zu öffnen und auf die Einheimischen zuzugehen", war weiter zu hören.

Derzeit sind in "Maria Tann" 80 aus Gambia, Eritrea, Syrien und Pakistan stammende Asylbewerber untergebracht. Der auch in Donaueschingen in die Koordination der ehrenamtlichen Helfer exponiert eingebundene Ludwig Winter sendete während des Abends positive Signale. An ehrenamtlichem Engagement bezüglich der Flüchtlingsunterbringung mangelt es selten.

Auch in Unterkirnach war dies nun vernehmbar. Mancher in Vollzeit Berufstätige will für die Flüchtlinge Feierabendstunden opfern. Wiederholt wurde zudem gefragt, ob man als "Hilfslehrer" Deutsch unterrichten könne, ohne grundlegende Kenntnisse in Englisch zu haben. "Ja, es geht auch ohne Englisch, es ist dann eben etwas schwieriger", wurde bemerkt.

Der Abend in "Maria Tann" hatte auch seine humorvollen Komponenten, mehr als einmal wurde gelacht.

Eine Willkommenskultur zeigte Schultes Andeas Braun. Er sorgte relativ früh und mit einer einfachen "Geste" für Auflockerung. Der Schwabe griff als erster zum Lebkuchen. "Genau, Herr Bürgermeister, fangen Sie an. Sonst traut man sich hier doch nicht", wurde geschmunzelt.

 
 

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Cornelia Spitz

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