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Gemeinderat stimmt Übertragung der Betriebsführung zu

Der Gemeinderat stimmte in der Gemeinderatsitzung der Übertragung der Betriebsführung der Wasserversorgung an die Aquavilla GmbH mit Sitz in St. Georgen zu.

 

Unterkirnach. Die Firma MeiTec GmbH aus Bahlingen am Kaiserstuhl erhielt den Auftrag für die Modernisierung der Gebäude zum Preis von 65 763 Euro netto. Die Mittel werden im Wirtschaftsplan 2021 der Gemeindewerke Unterkirnach bereitgestellt.

Die Gemeinde beteiligt sich mit fünf Prozent, also 20 000 Euro, an der Aquavilla St. Georgen. Die Mittel werden im Haushaltsplan 2021 der Gemeinde Unterkirnach bereitgestellt. Der Geschäftsführer der Aquavilla, Michael Dold, war in der Sitzung anwesend, um Fragen aus dem Gemeinderat zu beantworten.

Bürgermeister Andreas Braun erläuterte, dass Anfang 2017 der hauptverantwortliche Mitarbeiter der Wasserversorgung krankheitsbedingt ausgeschieden war, der Arbeitsumfang seitdem aber für eine Person viel zu groß sei. Nur mit Überstunden und Arbeitsbereitschaft fast rund um die Uhr konnten bisher Störungen und Rohrbrüche, auch nachts und am Wochenende behoben werden.

Die Aquavilla habe die Kernaufgabe, die Betriebsführung von Wasserversorgern zu übernehmen, die rechtliche Verantwortung und das Eigentum behalte die Gemeinde. "Dieser hochsensible Betrieb muss auf hochsensible Füße gestellt werden", betonte Braun.

Bei der Besichtigung des Hochbehälters und der Pumpstation sei auch die anstehende Sanierung und Modernisierung der verschiedenen Gebäude angesprochen worden, die Kosten würden auf netto 65 763 Euro geschätzt, erläuterte er.

Der Großteil der Kosten entstehe allerdings nicht durch die Betriebsführung der Aquavilla, sondern durch die Sanierung der Schaltanlagen und Mess- und Pumpentechnik. Für einen Beitritt zur Aquavilla spreche die höhere Versorgungssicherheit durch die Qualifikation der Firma und der Bereitschaftsdienst von 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr, zumal es im Moment keinen Bereitschaftsdienst über die Gemeinde für die Wasserversorgung gebe, betonte Braun. Das Wasser sei nicht nur für die Haushalte, sondern auch für die Brandbekämpfung wichtig, so Braun. Durch die Betriebsführung der Aquavilla sei keine Gebührensteigerung zu erwarten, versprach Braun.

Das Wasser sei das A und O, die Gemeinde habe 21 Quellen, die funktionieren, erklärte Bernhard Kuberczyk. Die benötige die Gemeinde auch, betonte Horst Belz, und Birgit Kodet meinte, es mache keinen Sinn, noch mehr Personen einzustellen.

Auf die Frage von Sebastian Haas, ob die Mitarbeiter der Gemeinde zusätzlich geschult werden müssen, antwortete Braun, das sei nicht notwendig. Auch würde Aquavilla nur ausführen, was die Verwaltung und der Gemeinderat vorgeben.

Michael Dold erklärte, im Januar 2021 würde die Modernisierung erfolgen, und gegen Ende des Jahres finde eine gewisse Einarbeitung statt, sodass zum 1. Januar 2022 die Betriebsführung problemlos starten könne.