Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Unterkirnach "Aqualino" fehlt den Schwimmern

Von
Ihnen liegt sehr viel am Erhalt und der Wiedereröffnung des "Aqualino" (von links): Gerhard Graf, Irmgard Schröder, Gudrun Weißer, Christine Pawlik, Heike Andreas und Werner StrehlFoto: Schimkat Foto: Schwarzwälder Bote

Seit dem 14. März ist das Aqualino-Hallenbad geschlossen und viele Schwimmer leiden darunter, dass ihnen nicht nur die Bewegung fehlt, sondern auch ein ganz schönes Stück von ihrer mühsam erkämpften verbesserten Gesundheit wieder verloren geht.

Unterkirnach. Dazu kommen die dringend notwendigen Schwimmkurse und die Trainingsstunden des Tauchsportclubs Unterkirnach, nicht zu vergessen die Mitglieder der Rheuma-Liga und Senioren, denen das Schwimmen ein Stück Lebensqualität gegeben hat. Bei einem Pressegespräch im Sportlertreff von Restaurant-Inhaber Klaus Maier plädieren die Vertreter der verschiedenen Gruppen und der Vorstand des Fördervereins Aqualino dafür, das Bad wieder zu öffnen.

Gerhard Graf, Vorsitzender des Fördervereins, berichtet kurz, in wie vielen unzählbaren Stunden ehrenamtlicher Arbeit die Projektgruppe des Fördervereins zusammengesessen hat, um in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine finanziell tragfähige und nachhaltige Lösung für den Erhalt des "Aqualinos" zu erarbeiten. "Wir sind auf einem guten Weg und können am 30. Juni dem Gemeinderat unser Konzept vorlegen, am 21. Juli wird der Gemeinderat dann die Entscheidung fällen, dass das Bad hoffentlich erhalten bleibt", erklärt er.

Heike Andreas, zweite Vorsitzende des Fördervereins, betont, sie spreche für den dringenden Erhalt der Gesundheit vieler Schwimmbadbesucher, nicht zu vergessen, dass sich gerade jetzt in Zeiten der Corona-Krise viele Menschen isoliert und einsam fühlen. "Krankheiten werden durch das Herumsitzen zu Hause nicht besser, dazu kommt noch der seelische Aspekt", betont sie. Wenn das Bad für diese Gruppen jetzt geöffnet werde, könne man nicht den Schlüssel umdrehen und ins Wasser springen, jeder Betreiber sagt, dass drei Wochen notwendig sind, um den Betrieb wieder zum Laufen zu bringen, fährt sie fort.

Der Förderverein stehe bereit, bei den Vorbereitungen, vom Putzen bis zum genauen Ausmessen der Abstandsregeln zu helfen, ergänzt Graf. Das Bad mit den Maßen von 16 mal acht Meter mit Hubboden könne gut mit den notwendigen Abständen unterteilt werden, so Graf. Viele Menschen würden gerade jetzt nicht in Urlaub fahren, hier sollte man ein Angebot schaffen, unterstreicht er.

Die Schwimmschule Ade habe großes Interesse an der Öffnung – 50 Kinder wollten das Seepferdchen machen. Auch die Schwimmschule Waltraud Meyer stehe bereit, dazu kommen noch die eigenen Schwimmkurse, "wir arbeiten an kreativen Lösungen", betonte Heike Andreas.

Christine Pawlik berichtet, dass sie schon in der Schule als Sportlehrerin Schwimmunterricht erteilt habe, heute unterstütze sie die Menschen in der Rheuma-Liga, die mit vielen gesundheitlichen Problemen zum Schwimmen kommen möchten. "Wir sind 30 Personen in zwei Gruppen in der Rheuma-Liga", betont sie. Auch Rückbildung werde hier von Anett Zimmerer angeboten, so Christine Zimmerer. Auch Gudrun Weißer, seit 1973 schwimmt sie zweimal in der Woche im "Aqualino", hat massive Entzugserscheinungen, Irmgard Schröder, der es genauso geht, ergänzt, dass nicht nur sie, sondern auch andere ältere Menschen in letzter Zeit mehr Schmerzmittel nehmen müssen. "Dieses Bad ist für viele Menschen das Herzstück", betont Heike Andreas.

Werner Strehl, Vorsitzender des Tauchsportclubs, kann allen Anwesenden nur zustimmen: "Wir vom Tauchsportclub, die Erwachsenen und Jugendlichen und Kinder, warten dringend auf die Öffnung des ›Aqualino‹. Wir könnten ebenfalls in mehreren Gruppen trainieren, den Abstand sowohl im Wasser wie im Außenbereich einhalten", betont er.

Alle Anwesenden sind sich einig, dass es an ihnen und ihrer Hilfestellung nicht liegen soll. Hoffnung macht ihnen die Tatsache, dass das Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport (JuBIS) der Stadt Villingen-Schwenningen für die Schulen und die Wassersport treibenden Vereine das Friedensschulbad in Schwenningen freigegeben hat. Dort dürfen Schwimmprüfungen für das Sportabitur abgenommen werden, Schwimmkurse erteilt und Trainingseinheiten für Kadersportler absolviert werden.

Fotostrecke
Artikel bewerten
3
loading

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.