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Unterkirnach Als Frau im Handwerk

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Bianca Reschka lernt bei der Firma Fliesen Ciampa einen Handwerksberuf. Foto: Schimkat Foto: Schwarzwälder Bote

Traumberuf Handwerk. Auch junge Frauen können ihr Glück in den Zünften finden, beweist Bianca Reschka.

Unterkirnach. Bianca Reschka lernt den Beruf der Fliesen- Platten- Mosaiklegerin und hat ihren Traumberuf gefunden. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt die 18-Jährige, dass sie schon während der Schulzeit immer den Wunsch hatte, einmal auf dem Bau zu arbeiten.

Mein Opa war Maler und ich habe ihm oft geholfen, erklärt Bianca Reschka, die bis zur zehnten Klasse die Eichendorfschule in Donaueschingen besuchte. In Donaueschingen gebe es ein großes Ausbildungszentrum für Fliesenleger, Maurer, Stukkateure und Zimmermänner, dort habe man ihr Betriebe, die Fliesenleger ausbilden, genannt, die sie alle angeschrieben habe. Man sage zwar immer, dass in Handwerksbetrieben händeringend Auszubildende gesucht werden, doch sie habe gegenteilige Erfahrungen gemacht. Entweder erhielt sie Absagen oder gar keine Antwort. Als Grund sieht sie: "Sie nehmen keine Mädchen". Mehr nicht, so einfach und deprimierend ist ihre Antwort.

Als Mädchen nicht aufgeben

Bianca Reschka gab nicht auf, bewarb sich bei Susanne Ciampa in Unterkirnach und wurde sofort genommen. "Ich bin Susanne Ciampa sehr dankbar, dass sie mir die Chance gegeben hat", betont sie.

Sie ist im zweiten Lehrjahr, das einzige Mädchen, neben einem Meister, mehreren Gesellen und Bauhelfern, und wird voll anerkannt. "Zuerst waren die Männer vorsichtig, doch das hat sich schnell gegeben, alle sind hilfsbereit und wir harmonieren bestens." Am Anfang habe sie viel zugeschaut und zugereicht, doch inzwischen bereite sie sich schon auf die Zwischenprüfung vor, berichtet sie. Immer abwechselnd besucht sie drei bis sechs Wochen die gewerbliche Schule in Donaueschingen, dann arbeitet sie bei Ciampa auf dem Bau, so wie sie es sich gewünscht hat. In der Theorie lernt sie unter anderem die verschiedenen Formate der Fliesen, welche Fliesen auf dem Boden innen oder außen verlegt werden und welche an die Wand kommen.

Die verschiedenen Abdichtungen müsse sie kennen, die Pflege der Fliesen und mehr. Sie müsse nach einem Plan die Aufteilung der Fliesen selbständig vornehmen können, und wenn sie sich mal geirrt habe, werde in aller Ruhe darüber gesprochen, erklärt sie.

Alles besser, als vorgestellt

Sie arbeite vor allem auf dem Neubau, was im Winter nicht so furchtbar lustig sei, aber das habe sie ja so gewollt und man gewöhne sich auch an die Kälte, so Bianca Reschka. Im praktischen Teil der Prüfung habe sie fünf Stunden Zeit um eine Wand mit Ablage zu fliesen.

Auf die Frage, ob ihre Klasse auch Migranten besuchen, antwortet sie: "Mindestens die Hälfte sind Migranten". Das Verhältnis sei gut, man helfe ihnen mit der deutschen Sprache und halte zusammen.

Bianca Reschka wohnt in Villingen und fährt montags mit Kollegen nach Unterkirnach zu Ciampa, wo alle Mitarbeiter eingeteilt werden. An den anderen Tagen geht es meistens direkt zur Baustelle.

Ob der Beruf immer noch ihr Traumberuf sei: "Es ist alles besser, als ich es mir vorgestellt habe." Im Sommer 2021 absolviere sie ihre Gesellenprüfung und hofft, dass sie bei Ciampa bleiben kann.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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