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Unterkirnach 775. Jubiläum endet mit Stihl Timbersports

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Foto: Bartler-Team

Unterkirnach - Wenn alle Vereine der Gemeinde Unterkirnach an einem Strang ziehen und das monatelang, wochenlang und am Schluss tagelang, dann kommt dabei heraus: ein gelungenes Dorfjubiläum zum 775-jährigen Bestehen.

Vorab wurde gerätselt, was besser ist, gutes oder schlechtes Wetter. Da hatten alle Recht, denn das 1500 Personen fassende Festzelt war immer voll: bei den Dorfrockern sehr voll, am Tag der Unterkirnacher Geschichte rückwärts erzählt voll und am dritten Tag bei Stihl Timbersports gestopft voll.

Das Wetter war wechselhaft wie immer. Die Dorfrocker hatten ihre eigene Fangemeinde: Dirndl und Krachlederne waren Pflicht, schon beim Song "Ich bin ein Dorfkind" standen alle, die es noch schafften, auf den Bänken, der Rest tanzte um die Bänke herum.

Spannend war der humorvolle Rückblick auf 775 Jahre Geschichte, den Klaus Richter und Michael Schonhardt im Rückwärtsgang lieferten. Neuzeit: 2018 wurden 15 Dachse, zehn Rehe und 13 Füchse geschossen, der Jäger überlebte. Bei der drohenden Eingliederung zu Villingen fehlten 1970 dem Altschultes Siegfried Baumann 40 Bürger auf 2000. Was macht man da? Man zählt die Weggezogenen dazu und schon ist alles im Lot, also selbstständig. "Wo findet man Orchestrien?", wollte Richter von Roland Dufner wissen. "Nirgends, die Gemeinde hat kein Geld mehr", antwortete dieser trocken. Was war der größte Sieg, den der siegverwöhnte Lauftreff errang? Manfred Ragg kam mit 3000 Kniebeugen 1979 in das Guinness Buch der Rekorde, antwortete Laufmeister Meinrad Beha. Die Kirnacher wurden Flößer, die Bäche wurden begradigt, überschüssige Menschen aus Villingen wurden nach de Kirne ausgesiedelt, wusste das Geschichtsduo zu erzählen. In Unterkirnach standen 20 Mühlen, aber der Beruf des Müllers war unehrenhaft, weil er nicht in den Krieg musste und keine Ähre gewinnen konnte.

Am Samstag Abend spielte die Band "James Torto and Friends und machte Stimmung", und am Sonntag nach dem Frühschoppen platzte das Zelt aus allen Nähten, denn Stihl Timbersports bot eine riesige Show mit den beiden berühmten Männern Robert Ebner und Danny Mahr, im richtigen Leben Sicherheitsbeauftragter im Wald und Fahrlehrer, die in vier Etappen zeigten, was Mann mit einer Axt und einer Kettensäge bewerkstelligen kann: Zum Beispiel mit der 7,5 Kilogramm schweren Kettensäge, die 80 PS besaß, drei dicke Baumscheiben in 3,5 Sekunden zu sägen. Abends sorgte die Band "Soul Machine" für den richtigen Sound.

Bürgermeister Andreas Braun war des Lobes voll über das Festwochenende und den Einsatz der Bürger: "Es ist riesig, was alle Vereine und Ehrenamtlichen vor und während des Dorfjubiläums geleistet haben."

Michael Schonhardt und Klaus Richter wissen es ganz genau: In der Kirche in Unterkirnach wird gebetet, im Rathaus wird geraten. Wieso gibt es in der Unterkirnacher Freiwilligen Feuerwehr nur eine Feuerwehrfrau? Feuerwehrkommandant Klaus Beha: Wir nehmen nur die Schönste, das war Martina Furtwängler. Klaus Richter an Bambini: "Wie alt bist Du? Acht Jahre. Wie lange läufst Du? Drei Kilometer. Frage: "Wie lange läuft ein 80jähriger?"

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