Mirjam erklärt Udo mit Teleskopstock und einer Handcreme ihre Sicht zum Thema Kunst Foto: Karlheinz Hoffmann

Mit seiner Reihe KuBuS hat der SV Buchenberg einmal mehr mit dem Kabarettabend des Duos Mirjam Woggon und Udo Zepezauer einen Volltreffer gelandet.

Für knapp zwei Stunden können sie hier Abschalten vom Alltag. So begrüßte Werner Fichter vom SV Buchenberg viele Gäste in der Mehrzweckhalle in Peterzell.

 

Bei der neunten Auflage der Reihe KuBuS ist es gelungen, ein Duo zu verpflichten, das sich auch der Spontanität verschrieben hat. Alle Lebensabschnitte werden zur Sprache kommen, so Werner Fichter.

Mirjam Woggon und Udo Zepezauer verstanden es von Beginn an hervorragend, das Publikum einzubinden. So galt es unter anderem der Frage nachzugehen „Wo man sich kennengelernt hat“. Waltraud und Jörg gaben bereitwillig Auskunft darüber. So entstand die Szene in der Disco, die zur großen Erheiterung des Publikums beitrug.

Facebook kam auch ins Spiel, weil der Vater eine neue Lebensgefährtin suchte. Hier holte er sich Ratschläge seiner Tochter. Bei der wohl jüngsten Dame im Publikum ging es um die Frage der Gesundheit. So stellte sich hier wohl noch nicht die Frage nach Zwickerlein, die sich mit zunehmenden Alter einstellen.

Improvisation begeistert

Badenser und Schwaben kamen bei „Udo, der Trennungsratgeber“ zum Einsatz. Bei dieser Improvisation bestach Mirjam Woggon mit ihrer eigenen Gebärdensprache. Das Problem der Generationenansicht wurde mit der Aussage „Ich bin alt genug, ich weiß was ich tue“ abgeklärt. Mirjam befasst sich auch mit Kunst. Mit einem Teleskopstock und einer Handcreme erläuterte sie Udo auf sehr amüsante Weise, wie sie Kunst interpretiert. Udo beim Urologen endete in der Schwarzwaldklinik.

Laut Aussage von Mirjam könne Udo 176 Sprachen. Letztendlich wählte das Publikum Chinesisch aus. Die Übersetzung löste viele Lacher aus. Hier endete die Szene mit der Aussage „Ich gehe durch das Leben froh und frei, doch irgendwann sind die Knochen entzwei“.

Kurzweiliger Abend

Seit 33 Jahren kennen sich Mirjam Woggon und Udo Zepezauer – genug Zeit, um gesammelte Erfahrungen des Lebens in ein Kleinkunstprogramm einzubetten. Eine muntere Mischung aus vielerlei Aspekten sorgte für einen kurzweiligen Abend. Mit bekannten Melodien, welche die beiden mit neuen Texten unterlegt hatten, wurde das Programm ergänzt.

Udo Jürgens „Aber bitte mit Sahne“ wurde als Programmauftakt zum Mottolied „Ab durch die Mitte“. Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“ erinnerte an den Gesprächsjargon der 1980er-Jahre.

Mit „Du kannst nicht immer 17 sein“ endete das knapp zweistündige Programm. Werner Fichter dankte den beiden Künstlern für ihr Programm, das seine Aussagen zu Beginn belegten. Das Publikum dankte mit reichlich Beifall.