Simone Schürmann (links) und Sabrina Hauser machen aus Kartoffeln edle Kartoffelspalten. Die sind bei den hungrigen Gästen sehr beliebt. Foto: Johann Müller-Albrecht

Der Straßenmusiksonntag in Bräunlingen entpuppte sich am Wochenende erneut als Besuchermagnet. Die Gauchenzunft verwöhnte ihre Gäste kulinarisch. Das Rezept für die Currywurst-Soße bleibt ein Vereinsgeheimnis.

Schon am Vormittag füllten sich schnell die Straßen und Buden beim Straßenmusiksonntag, trotz weit weniger Sonnenschein als beim furiosen Auftakt am Samstag. Viele Besucher kamen, um den Musikern zu lauschen, aber auch, um sich von den vielen Essensangeboten kulinarisch verwöhnen zu lassen, so wie im Zelt der Gauchenzunft aus Döggingen.

 

Fast schon legendär ist dort die Currywurst-Soße. „Das Rezept unserer Zunftmeistersoße bleibt geheim, dieses Rezept ist von unserem früheren Zunftmeister Martin Friedrich erschaffen worden“, sagt Zunftmeister Marco Hölderle.

Viele Mitglieder der Narrenzunft betreiben nun schon zum 15. Mal den Stand der Dögginger Gauchenzunft am Straßenmusiksonntag, mit 18 Helfern pro Schicht, in drei Schichten und natürlich ehrenamtlich. Ein großes Zelt und viele Bänke draußen sind voll besetzt und sind wie jedes Mal ein fester Anlaufpunkt für viele Besucher.

Schon früh am Mittag sind auch die Bänke vor dem Zelt der Gauchenzunft gefüllt. Foto: Johann Müller-Albrecht

In der Küche und am Ausschank herrscht Hochbetrieb, um den Gästen rasch die Bestellungen servieren zu können. Die von vielen Besuchern gewünschten und berühmten Leckereien sind Schaschlik und die Currywürste mit Kartoffelspalten – und natürlich die speziellen Soßen. „Wir verbraten um die 600 Spieße und mindestens 400 Würste, die wir von Feinkost Faller in Bräunlingen geliefert bekommen. Am Freitagabend trifft sich die erste Gruppe, um die Spieße für das Braten fertigzumachen“, erzählt Johanna Minzer, die für die Gesamtkasse am Stand verantwortlich ist. Fleischwürfel, Paprika, Zwiebel und Bauchspeck machen die klassische Variante eines Schaschlik aus. Die Spieße werden 20 bis 30 Minuten in einem großen Bräter gebraten, bevor sie mit Kartoffelspalten, Sauerrahm und Soße auf dem Teller landen.

Gemeinderat Roman Murr und Familie lassen es sich im Zelt der Gauchenzunft schmecken. Es gibt Schaschlik, Kartoffelecken und Currywurst. Foto: Johann Müller-Albrecht

Stand war am Samstag lange in Betrieb

Für die Soße wird ein gängiges Rezept verwendet, das durch die Kombination mit dem Bratensaft eine besondere Note erhält. Nur die Currywürste werden mit der berühmten Zunftmeistersoße kombiniert. „An Kartoffelspalten haben wir für dieses Jahr circa 220 Kilogramm eingeplant. Sie werden in zwei großen Fritteusen zubereitet. Sowohl für den Bräter, die Fritteusen und den Wurstgrill haben wir richtige Experten im Einsatz“, sagt Marco Hölderle und ergänzt: „Um unseren Gästen, von denen viele schon Stammgäste sind, wie gewohnt bestes Essen anbieten zu können.“

Dazu gibt es natürlich verschiedene Getränke und vor dem Zelt steht zusätzlich ein Bierstand, um den dringenden und großen Durst zu stillen zu können. „Am Samstagabend hatten wir auch Musik zur Unterhaltung, in diesem Jahr die Gruppe ‚Glück mit Wumms‘, die bis nach Mitternacht spielte“, berichtet Marco Hölderle vom gelungenen Samstagabend. „Wir hatten also unseren Stand lange in Betrieb und immer viele Gäste.“

Die Gauchenzunft beteiligt sich im jährlichen Wechsel mit dem Brunnenfest in Döggingen am Straßenmusikfestival in Bräunlingen. „Für uns als Narrenverein sind diese Einnahmen sehr wichtig, denn wir haben immer Ausgaben für Narrenkleidung, Besuche von Narrentreffen und machen jährlich auch einen Vereinsausflug als Anerkennung für unsere engagierten Mitglieder“, sagt der Zunftmeister.

„Unsere Mitglieder beteiligen sich, trotz des Aufwands, immer wieder gerne an unserem Stand. Es macht Spaß auf diese Art und Weise zusammenzuarbeiten und es fördert auch die gute Stimmung in unserem Verein“, hält Marco Hölderle fest.

Tausende Besucher zieht es in die Altstadt

Trotz der kühleren Temperaturen am Sonntag tummelten sich tausende Besucher in der Bräunlinger Altstadt. Sie lockten die Mischung aus musikalischen, künstlerischen und lukullischen Angeboten. Artisten, Feuerschlucker, Clowns, Zauberer, Gaukler und Komödianten begeisterten an mehreren Orten. Neben Schaschlik und Currywurst gab es Schnitzel, Speck- und Apfeldünne, dazu Pommes oder Wedges. Für verwöhntere Gaumen waren Flammlachs, Gemüsecurry oder Schupfnudeln im Angebot. Am Nachmittag lohnte sich ein Besuch der Kaffeestuben mit einem breiten Angebot an Kaffeevarianten und selbstgebackenen Kuchen.

Das Musikprogramm

Künstler
Musikalisch war am Sonntag einiges geboten, von Klassik am Brunnen in der Sommergasse bis Folk und Blues ein paar Schritte weiter. In der Zwinglgasse gab es Weltmusik aus dem Ruhrpott, ein paar Orte weiter folgten Rock und Pop, italienische Hits oder Lieder Songs in alemannisch. Immer wieder traf man auf Singer-Songwriter, die entweder eigene Lieder vortrugen oder bekannte Lieder in eigener Version darboten. Alle Künstler fanden ihre Zuhörer.

Auch für Kinder gab es attraktive Angebote: Marionettentheater, Clowns und Mitmachspiele erfreuten sowohl die Kinder, die Eltern und natürlich auch die Omas und Opas. Manche Vereine haben ihre Stände mit regionalen oder lokalen Kapellen und Singgruppen ergänzt. Zwischen den Stationen konnten Besucher an einigen Verkaufsstände auch einkaufen.