Applaus für die Protagonisten beim Theaterabend des Musikvereins Tieringen: Jürgen Merz (von links), Volker Eppler (Wachtmeister Görgen), Heiko Gutekunst (Polizist Wintermeyer), Jasmin Hilligardt (Bürgermeisterin Kathie), Jasmin Unsöld (Frau Neddermeyer), Nadja Huber (Frau Schnackenmeyer), Michelle Koch (Frau Schlottermeyer), Larissa Grünes (Frau Rottenmeyer) und Ricarda Merz (Regie). Foto: Dürrschnabel

Das Theaterstück „„Willkommen uf’m Michelfeld“ hat für einige Lacher in der vollen Schlichemhalle gesorgt. Viel Applaus gab es auch für den Auftakt der Jugendkapelle des Musikvereins.

Der Musikverein Tieringen hat am Samstag in die Schlichemhalle eingeladen, um seinen Gästen einen unvergesslichen Theaterabend zu bescheren. Die Halle war voll; es gab keinen freien Platz mehr.

 

Traditionell eröffnete den Theaterabend die Jugendkapelle unter der musikalischen Leitung von Alexander Heimann. Perfekt auf diesen Abend vorbereitet hatte Heimann seine Schützlinge und mit Unterstützung aus der Erwachsenenkapelle präsentierten sie ein Medley von Abba sowie das weltbekannte Lied „All I Want for Christmas Is You“, das Mariah Carey zum Welthit machte.

Zum Abschluss stimmten die Musiker „Vom Himmel hoch da komm ich her“ an. Mit einer Zugabe verabschiedete sich die JuKa Tieringen. Doch zuvor wurden noch vier Musikerinnen aus der JuKa ausgezeichnet. Emma Clesle, Emma Eppler, Fabienne Wenzler und Estelle Marie Lindemann erhielten aus den Händen von Jugendleiterin Larissa Grünes die Urkunde für die bestandene D1-Prüfung.

Vier Jung-Musikerinnen des Musikvereins Tieringen wurden für die bestandene D1-Prüfung ausgezeichnet. Foto: Dürrschnabel

Jürgen Merz, Vorstandsmitglied, kündigte anschließend einen besonderen Unterhaltungsabend an. Zunächst stellte sich „Manfred Görgen“, gespielt von Volker Eppler, vor – ein strafversetzter Polizist, der mit vielen Überraschungen rechnen musste.

In seinen Anfängen uff’m Michelfeld wurde ihm schnell klar, dass dort etwas faul ist. Seinen Start hatte er sich anders vorgestellt. Kein Computer, kein Handyempfang und dazu noch ein seltsamer Duft, eher „Gestank“, und sein Kollege Wintermeyer (Heiko Gutekunst), der ihn fast zum Verzweifeln brachte.

Kuriose Unfälle sorgen für Unruhe

Doch was ist denn so besonders uf’m Michelfeld? Es gibt recht viele Witwen hier. Und jede verloren auf eine ganz besondere Art und Weise ihren Gatten. So wurde ein Ehemann vom Mähdrescher überfahren, einer vom Osterfeuer verschlungen, ein anderer fiel in den Drechsler und wiederum ein anderer ertrank im Stausee.

Zum Verhör lud Görgen die Witwen Neddermeyer (Jasmin Unsöld), Schnackenmeyer (Nadja Huber), Schlottermeyer (Michelle Koch) und Rottenmeyer (Larissa Grünes) ein. Doch die redseligen Frauen waren mehr am neuen Wachtmeister als an dem Verhör interessiert. So nahm alles seinen kuriosen Verlauf.

Schließlich „meldete“ sich die Frau Bürgermeisterin (Jasmin Hilligardt) noch zu Wort. Sie machte das ganze Chaos perfekt; sie erschoss „versehentlich“ einen der Ehemänner auf dem Schützenfest.

Der Auftakt der Veranstaltung wurde musikalisch gestaltet. Foto: Dürrschnabel

Doch wie soll Görgen den Frauen auf die Schliche kommen? Immer wieder versuchte der strafversetzte Wachtmeister, die Damen zu verhören. Doch auch sein Kollege Wintermeyer war keine wirkliche Hilfe. Ein Beispiel: Er stellte einen kleinen Blumengruß aus der heimischen Gärtnerei auf den Schreibtisch, mit dem er stets redete, damit sich das Blümlein wohlfühlt.

Fast am schon am Boden zerstört, spitzte sich die Lage für Görgen weiter zu. Er wurde zum Landfrauenabend von der Bürgermeisterin eingeladen. Der Michelfelder Korn gab ihm den Rest, so dass er sich auch nicht mehr an den Abend erinnern konnte.

Empfang durch Störsender in der Blume verhindert

Total verwirrt und am Ende seiner Kräfte sollte sich dann doch noch alles auflösen. Die Frauen hatten alles inszeniert und wollten dem strafversetzten Wachtmeister in deren „Probe für das Theater der Landfrauen“ miteinbeziehen.

Kollege Wintermeyer klärte den „nicht vorhandenen Handyempfang“ auf – ein kleiner Störsender in der Blume; auch wurde die Schreibmaschine durch einen Laptop ersetzt und die angeblichen Unfälle aufgelöst; es gab sie schlicht nicht. So wurde dieser Start uf’m Michelfeld doch noch ein guter.

Unter der Regie von Ricarda Merz konnten die Schauspieler die Besucher bestens unterhalten. Auch gab es noch ein kleines Dankeschön an die Technik, die Dorothea Narr und Patrick Leute übernahmen.