Sophie und Jonathan Kraul (rechts) sowie Robin Schneider freuen sich über den Hofladen. Foto: Geisel

Auf einem grünen Schild, in liebevoller Handschrift verfasst, ist das Wort Hofladen zu lesen. Die zugehörige Hütte, in der sich allerlei Köstlichkeiten finden, steht am Unteren Berghof, betrieben von Sophie und Jonathan Kraul.

Wildberg - Erst vor wenigen Tagen hat der Hofladen in der selbstgebauten Hütte eröffnet. Und schon jetzt ist das Interesse groß, wie Jonathan Kraul erfreut erzählt. Kein Wunder, sind die Demeter-Produkte des Unteren Berghofs doch zwischenzeitlich in der Region bereits bekannt. Bislang gab es die Möglichkeit, sich an einem SB-Regal auf dem Hof selbst zu bedienen.

Als Sophie Kraul das Angebot noch um Apfelsaft erweitern wollte, hätte ein weiteres Regal aufgestellt werden müssen. Das nahmen Krauls zum Anlass, gleich eine richtige Hütte für ihre Produkte zu bauen. Sehr gelegen kam zudem, dass mit Robin Schneider ein Zimmermann auf dem Unteren Berghof tätig ist. In etwa zwei Wochen hat er die Hofladen-Hütte aufgestellt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Hütte ist recht kompakt und passt daher gut auf den Hof, bietet aber trotzdem genug Platz, um alle Produkte ansprechend zeigen zu können. Die Regale sind auch schon gut gefüllt. Alles stammt aus der eigenen Produktion und ist damit regional erzeugt und hat Demeter-Qualität: Eier – die zugehörigen Hühner kann man übrigens direkt am Hof auf der Wiese bewundern –, Linsen, Kartoffeln und Apfelsaft.

Ebenfalls im Hofladen zu finden sind die Gockelprodukte

Neu dabei und ebenfalls im Hofladen zu finden sind die Gockelprodukte. Wird ein Ei ausgebrütet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Henne schlüpft, etwa 50 Prozent, erklärt Sophie Kraul. Jedes zweite Tier ist damit ein Hahn – und für die Eierproduktion naturgemäß uninteressant. Die männlichen Küken werden jedoch nicht wie sonst üblich getötet, sondern ebenfalls aufgezogen. Aus ihnen entstehen die Gockelprodukte – Fertiggerichte im Glas. Die Betreuung der Demeter-Hähne von der Aufzucht bis zur Schlachtung und Verarbeitung übernimmt eine süddeutschlandweite Kooperation mehrerer Betriebe.

Etwas Süßes darf im Hofladen natürlich auch nicht fehlen. Deswegen wird dort Honig zweier Imker angeboten, welche die Flächen des Unteren Berghofs für ihre Bienen nutzen. Eine Produktion ist regional, die andere Bioland.

Die Hofladen-Hütte hat Tag und Nacht geöffnet. Die Bezahlung erfolgt über die "Kasse des Vertrauens", wie es Jonathan und Sophie Kraul ausdrücken. Das funktioniere gut und die Käufer ließen eher mal etwas mehr Geld da als zu wenig. Schon beim SB-Regal habe dieses System gut funktioniert.

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