Klaus Schätzle präsentiert sein Buch "Unter dem Gähnenden Stein". Foto: Baitinger

Spezialisiert auf die revolutionären und nationalsozialistischen Lebensverhältnisse der Sulzer Bürger, veröffentlicht Klaus Schätzle seinen ersten Roman "Unter dem Gähnenden Stein: Sulz 1848-1948" im Taschenbuchformat.

Sulz - Klaus Schätzle ist in Sulz kein Unbekannter, war der SPD’ler doch mehr als 30 Jahre lang Teil des Sulzer Gemeinderats. Neben der Lokalpolitik gilt sein Interesse aber auch der Heimatgeschichte.

Geboren wurde er 1948 im südhessischen Hirschhorn am Neckar. Er studierte Geschichte, Politik und Englisch und war 30 Jahre lang als Lehrer am Albeck-Gymnasium in Sulz tätig. Von Berufswegen beschäftigte er sich daher bereits viel mit Literatur.

Vom Blogeintrag zum Buch

Der Roman "Unter dem Gähnenden Stein" ist und bleibt – so ist sich Klaus Schätzle zumindest sicher – sein erstes und einziges Buch. Einzelne Kapitel konnten bereits fragmentarisch in Form von Blogeinträgen mit 14-tägigen Erscheinungsabständen auf der Homepage der Initiative Bauernfeind-Museum mitverfolgt werden.

Momentan im Blog in Kapitel drei angelangt, wird die schrittweise Veröffentlichung des Buches auf der Homepage noch bis Ende November kommenden Jahres andauern.

Seit Anfang November kann Klaus Schätzles historischer Roman in Gänze für 13,90 Euro in Buchhandlungen erworben werden. Gegliedert in fünf Kapitel und verteilt auf 150 Seiten, wird das Leben der einfachen Leute in Sulz unter den Bedingungen der Revolution von 1848 sowie der NS-Zeit thematisiert.

Viel Recherche

Für Klaus Schätzle war es hierbei vor allem wichtig aufzuzeigen, inwiefern die Entscheidungen der Politik das Leben mitbeeinflusst haben. Der "Gähnende Stein" – ein prägendes Landschaftsmerkmal der Stadt Sulz – spielt dabei im Buch mehrfach eine Rolle.

Sein Wissen über die Sulzer Geschichte bezog Klaus Schätzle einerseits aus den Staatsarchiven in Ludwigsburg, Sigmaringen sowie Stuttgart, andererseits aus Internetrecherchen und weitgehend erhaltenen Zeitungsbänden. Hinzu kam ein reger Austausch mit anderen Personengruppen.

An der Recherchearbeit beteiligt waren auch immer wieder Schülergruppen – insbesondere Mitarbeitsgemeinschaften oder Leistungskurse. Auf diese Weise wurde beispielsweise das zweite Kapitel über den Krieg von 1866 erarbeitet. Seine Schüler sind dabei stets mit großer Begeisterung an die Themen herangegangen.

Großes Engagement

Wenn Klaus Schätzle nicht gerade schreibt, fährt er gerne Rad, spielt Badminton oder segelt. Zudem engagiert er sich in verschiedenen Initiativen und ist nach wie vor Mitglied in der SPD – sowohl auf lokaler als auch auf Kreisebene.

Zusätzlich gibt er Führungen durch Sulz und bereitet jedes Jahr eine Studienfahrt innerhalb Europas vor, die über den Kultur- und Heimatverein organisiert wird. Neben all dem Engagement hat Klaus Schätzle auch zwei Enkel, die seine Zeit in Anspruch nehmen.

Buchvorstellung in Sulz

Sein Roman "Unter dem Gähnenden Stein – Sulz 1848-1948" wird am Mittwoch, 30. November, ab 19 Uhr von Helmut Engisch, Heimatforscher und Autor aus Aistaig, in der Blass Erlebniswelt im Backsteinbau, Bahnhofstraße 40 in Sulz, vorgestellt.