Voll auf begeistert war eine Familie aus Albstadt nach ihrem Stuttgart-Wochenende, das ganz im Zeichen des Fußballs stand. Sie besuchten das Spiel Dänemark gegen Slowenien in der MHPArena.
Die vierköpfige Familie machte sich bereits am Vortag des sonntäglichen Spiels Dänemark gegen Slowenien nach Stuttgart auf. „Wir haben uns für Tickets online registriert und beworben. Wir hatten uns zu viert für mehrere Spiele beworben und waren froh, dass es geklappt hat“, erzählt der Vater.
Zweimal Glück gehabt
2006 beim „Sommermärchen“ hatte das Ehepaar ebenfalls Karten für Stuttgart ergattert. Damals waren sie beim Spiel Schweiz gegen Frankreich. Nun wollten sie das schöne Erlebnis von damals gemeinsam mit den Kindern wiederholen.
Dänische Fans singen lautstark
Der erste Weg führte die Familie am Samstag in den Schlossgarten. Dort fanden sie sich plötzlich unter 3000 dänischen Fans wieder, die bis zum Abend das Bier im Biergarten leer getrunken haben sollten. Es war eine Megaparty trotz des Bierpreises von 13 Euro pro Liter. Auf der Leinwand lief Spanien gegen Kroatien. „Mitte der zweiten Halbzeit haben sie vom Spiel plötzlich den Ton abgedreht und dänische Fußballlieder gesungen. Schon ein paar Takte haben genügt und alle sprangen auf die Bierbänke und sangen lautstark mit“, berichtet der Vater. „Da ging voll der Punk ab. Das war imponierend, wie sie sich selber und ihre Mannschaft gefeiert haben“, erzählt der Familienvater. Unter den Dänen seien auch Familien gewesen und es sei alles „stilvoll“ und „angenehm“ abgelaufen.
Ein Blick auf die Fanzone
Stuttgart war am gesamten Wochenende voll in dänischer Hand. Die Albstädter Familie machte am Tag des Stadionbesuches einen kleinen Ausflug in die riesige Fanzone am Schlossplatz, wo Holland gegen Polen auf den Leinwänden lief, zudem war in Stuttgart verkaufsoffener Sonntag.
Auf zum Stadion
Drei Stunden vor dem Spiel machten sich die Albstädter auf zum Stadion, was gar nicht so einfach werden sollte. „Alle Züge und Sonderzüge waren abartig voll. Wir haben erstmal den Rückzug angetreten und sind was essen gegangen.“ Auch später musste die Familie einige „brechend volle Züge“ passieren lassen, ehe sie dann doch in Richtung Stadion unterwegs waren.
Perfekte Organisation
Rund um die MHPArena und im Innenraum sei alles sehr gut organisiert gewesen. Zahlreiche Volunteers wiesen den Weg. Auch bei den Sicherheitskontrollen habe es keine langen Wartezeiten gegeben. Die beiden Kinder kannten das Prozedere schon, sie hatten bereits ein Heimspiel des VfB Stuttgart gegen den FC Bayern München miterlebt.
Tore ganz nah miterlebt
„Die Freude war trotzdem groß. Denn sie waren sich schon bewusst, dass ein EM-Spiel etwas ganz besonderes ist“, erzählt der Papa. „Wir waren in einem neutralen Block, wo aber auch viele Dänen saßen. So waren wir dann auch spontan für Dänemark.“ Die Skandinavier erzielten auch das 1:0 durch Christian Eriksen. „Mit dem 1:1 ist unsere Sympathie auf Slowenien übergeschwappt, weil dann die slowenischen Fans auch lauter waren und es mir auch imponiert hat, wie sie ruhig geblieben sind und auf ihre Chance gewartet haben. Dann war es am Ende gerecht. Beide Tore sind übrigens auf unserer Seite gefallen.“
Ein super Erlebnis
Es sei ein super Erlebnis gewesen. „Der Ausflug hat sich gelohnt“, resümierte der Familienvater, der auch glaubt, dass sich jeder Fan sicher fühlen kann und dass die Fans aus den anderen Nationen Deutschland als einen freundlichen und top organisierten Gastgeber wahrnehmen. Für die Familie war es ein besonderes Erlebnis, nun drücken sie natürlich weiterhin der deutschen Nationalmannschaft die Daumen und hoffen, auch bei den Spielen der DFB-Elf auf außergewöhnliche Stimmung und viel Torjubel.