Zum 18. Mal richtete die Regionalgruppe Nordschwarzwald im Unimog-Club Gaggenau ihr Treffen auf dem Steinbruch-Gelände der Firma Kaltenbach in Dornstetten aus. Mehr als 1000 Besucher bestaunten Fahrzeuge aller Baureihen – und fuhren noch lieber mit.
Mit gut sichtbaren Wegweisern hatte die Regionalgruppe den rund 120 Unimogbesitzern aus ganz Süddeutschland, die sich diesmal mit ihren Fahrzeugen in Dornstetten einfanden, unterwegs die Anfahrt an entscheidenden Stellen erleichtert.
Zumindest bis 15 Uhr spielte auch das Wetter am Sonntag gut mit. Der dann einsetzende Regen schreckte Unimog-Fans aber auch nicht ab. Alex Bohnet, Vorsitzender der Regionalgruppe Nordschwarzwald, war von der Resonanz jedenfalls überwältigt – es dürften weit mehr als 1000 Besucher gewesen sein. Die Veranstaltung zog auch viele Familien an.
Absoluter Publikumsrenner waren auch diesmal die Mitfahrten im Gelände. Obwohl zahlreiche Fahrzeuge im Einsatz waren, bildeten sich an der Abfahrtstation lange Schlangen von Menschen, die ein echtes Fahr-Abenteuer erwartete.
Erlös wird gespendet
Bei den Fahrten über den anspruchsvollen, einen Kilometer langen Parcours im Steinbruch bewiesen die Unimogs, aber auch MB-tracs, die mit im Einsatz waren, welch Meisterwerke deutscher Ingenieurkunst sie sind. Ohne Probleme nahmen die tonnenschweren Fahrzeuge jede Steigung.
Auf den Beifahrersitzen musste manch einer schon mal tief durchatmen, wenn wieder mal eine Steigung von bis 50 Prozent wartete oder es erst im Schneckentempo über die steile Bergrampe ging und dann steil hinab. Die Fahrten boten aber reichlich Spaß – auch in den tiefen Steinschluchten. Den Erlös der Rundfahrten spendet die Regionalgruppe wieder der Kinderkrebs-Nachsorgeklinik in Tannheim.
Unimog-Experte Gisbert Hindennach, der schon mehrere Bücher verfasst und europaweit an zahlreichen Rallyes teilgenommen hat, stellte über Lautsprecher manche Rarität vor. Unter anderem einen Unimog des DRK-Landesverbands, der nach der Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal im Einsatz war und aktuell beim Logistikzentrum in Kirchheim/Teck beheimatet ist.
Auf dem Gelände gab es nahezu alle Unimog-Baureihen zu bestaunen, während Motorsägenkünstler Frank Wagner aus Reutlingen Kunstwerke fertigte. Der Unimog-Club Gaggenau war mit einem Stand vertreten und mit dem Club-Unimog vor Ort, der ebenfalls mit Gästen Runde um Runde drehte. An einem anderen Stand konnten Tüftler begehrte Teile für ihre Fahrzeuge erwerben.
Regionalgruppe hat 287 Mitglieder
Die Unimog-Regionalgruppe Nordschwarzwald zählt laut Alex Bohnet mittlerweile 287 Mitglieder, der Unimog-Club Gaggenau 8457 aus 49 Ländern. Bohnet selbst hat mit seiner Familie mittlerweile fünf Unimogs angeschafft – den Regionalbeauftragten aus Waldachtal begeistert die Technik der Fahrzeuge nach wie vor.
Bohnets Dank ging an die Firmen Kaltenbach, die wieder ihren Steinbruch zur Verfügung gestellt hatte, und Faiss Bau aus Horb, die den Parcours „hervorragend gestaltet“ hatte, der SG Dornstetten für die Bewirtung, dem THW, das mit einem Stromaggregat dabei war, dem DRK-Ortsverein Horb, Talheim, Steinachtal, dessen Mitglieder für Zwischenfälle bereitstanden, der Feuerwehr Aach, die beim Parkeinweisen vor dem Steinbruch jede Menge zu tun hatte, und allen weiteren Helfern, die auch diesmal zum großen Erfolg des Unimog-Treffens beitrugen.