Unfall am Donnerstag in Rangendingen: An einem unbeschrankten Bahnübergang nahe der Firma Tubex ist ein Güterzug mit einem Auto zusammengestoßen. Der Fahrer wurde eingeklemmt. So lief die Rettung ab.
Zu einer Kollision zwischen einem Güterzug und einem Auto ist es am Donnerstagmittag gegen 13.30 Uhr in Rangendingen gekommen.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften der Feuerwehren Rangendingen, Hechingen und Balingen sowie des DRK und der Polizei war in der Fabrikstraße bei der Firma Tubex am Ortsausgang in Richtung Hechingen im Einsatz.
Dort ist ein rund 1000 Tonnen schwerer Güterzug mit einem Auto an einem unbeschrankten Bahnübergang zusammengestoßen. Wie Frieder Dieringer, stellvertretender Kreisbrandbrandmeister und Kommandant der Rangendinger Feuerwehr unserer Redaktion mitteilt, sei die Person im Auto durch den Zusammenstoß schwerst eingeklemmt worden. DRK-Einsatzleiter Rainer Knoll informierte weiter, dass die Person nicht lebensgefährlich verletzt wurde. Der Lokführer des Güterzugs stand nach dem Unfall unter Schock.
Auto und Zug waren ineinander verkeilt
Ein Rettungshubschrauber war ebenfalls vor Ort und flog die verletzte Person nach der Erstbehandlung im Rettungswagen in eine Klinik.
Für die Feuerwehr stellte sich beim Eintreffen die Herausforderung, dass das Auto und der Güterzug ineinander verkeilt waren. Wie Dieringer und Einsatzleiter Christian Hermann von der Feuerwehr Rangendingen weiter erläuterten, wurde der Zug zunächst zurückgesetzt und das Auto am Rüstwagen der Feuerwehr Hechingen gesichert. Folglich konnten sich die Rettungskräfte Zugang zur Fahrertür verschaffen und den Patienten bergen.
Das Auto bot ein Bild der Zerstörung, die Airbags lösten aus, die Frontscheibe war vollends zersplittert. Heißt: Das Fahrzeug glich einem Wrack.
Fahrzeug wurde vom Zug wohl mitgeschleift
Vermutlich wurde das Fahrzeug von dem Güterzug am Bahnübergang erfasst und noch einige Meter auf der Bahnstrecke von Haigerloch in Richtung Hechingen vom Güterzug mitgeschleift.
Das Rangendinger Gewerbegebiet war in der Folge am Donnerstagnachmittag voll mit Blaulichtfahrzeugen. Die Feuerwehr Rangendingen war mit 27 Kräften und sieben Fahrzeugen, die Feuerwehr Hechingen mit 14 Kräften und vier Fahrzeugen und die Feuerwehr Balingen mit fünf Kräften und zwei Fahrzeugen im Einsatz. Die Feuerwehr Balingen rückte zudem mit einem Abholbehälter für Schienenunfälle an. An der Unfallstelle verschaffte sich auch Heiko Lebherz, DRK-Kreisverbandsvorsitzender, einen Überblick.
Im Einsatz waren auch ein Notarzt und ein Rettungswagen vom Roten Kreuz sowie die Ersthelfer des DRK-Ortsvereins Rangendingen.
Es ist nicht das erste Mal, dass es in Rangendingen zu einem Zusammenstoß zwischen einem Güterzug und einem Auto kommt. Am 30. Dezember 2021 hatte sich ein Autofahrer nach einer Kollision ebenfalls in der Fabrikstraße schwer verletzt.