Auch die Feuerwehr war am Donnerstagnachmittag mit starken Kräften vor Ort. Foto: Köhler

Nach dem Unglück, das zwei Menschen das Leben kostete, berichtet die Polizei vom aktuellen Stand der Ermittlungen.

Wie bereits berichtet, ist am Donnerstagnachmittag nach aktuellem polizeilichen Ermittlungsstand der Fahrer eines Lkws kurz vor 15 Uhr von Lahr kommend auf der B 415 in Richtung Autobahn gefahren. Dabei soll er im Bereich der Einmündung zur B 3 auf einen vor ihm fahrenden Opel Corsa aufgefahren sein. Der Opel-Fahrer kollidierte anschließend mit einem Ampelmast.

 

In der Folge erfasste der Lkw zwei Fußgänger und fuhr weiter Richtung Autobahn. Für eine 38-jährige Fußgängerin kam jede Hilfe zu spät. Der zweite Fußgänger, ein 37-jähriger Mann, verstarb trotz Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle. Beide Insassen des Pkw wurden verletzt und mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Dem mutmaßlich verantwortlichen und vorläufig festgenommenen Fahrer des Lastwagens wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort vorgeworfen, wie die Polizei am Freitagnachmittag berichtete.

Der 56-Jährige Mann hat die Nacht demnach in polizeilichem Gewahrsam verbracht und wird am Freitagmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht in Offenburg vorgeführt.

Die beiden Fußgänger sollen gerade den Fußgängerweg überquert haben, als sie vom Lkw erfasst wurden.

Keine Hinweise auf Konsum von Alkohol oder Betäubungsmitteln

Die vor Ort vernommenen Zeugen gaben laut polizeilicher Mitteilung übereinstimmend an, dass die Ampel für den in Richtung Autobahn fahrenden Verkehr auf Rot geschaltet war.

Ob die Ursache für den Unfall medizinischer Natur war und warum der Lastwagenfahrer nach dem Zusammenstoß mit dem Opel und den beiden Fußgängern nicht angehalten hat, ist unter anderem Gegenstand der verkehrspolizeilichen Ermittlungen.

Hinweise auf eine Beeinträchtigung durch den Konsum alkoholischer Getränke oder Betäubungsmittel zum Unfallzeitpunkt lagen nicht vor.

Zeugenaufruf nach E-Scooter-Fahrer war erfolgreich

Der Zeugenaufruf nach dem gesuchten E-Scooter-Fahrer war erfolgreich. Ein junger Mann meldete sich am späten Abend bei der Polizei und machte Angaben zum Sachverhalt. Zudem meldeten sich die Eltern eines Jungen, der sich ebenfalls auf dem Fußgängerüberweg befand.

Nach Abschluss der Unfallaufnahme wurde die Sperrung der Bundesstraße gegen 21.30 Uhr wieder aufgehoben.