Eine Hundefigur aus Sand „schnitzte“ Künstler Alion in der Lahrer Fußgängerzone Foto: Boller

In der Innenstadt hat am Mittwoch ein rumänischer Künstler in mühevoller Detailarbeit einen Hund aus Sand angefertigt. Den Lahrern hat’s gefallen.

Eine willkommene Abwechslung bietet sich den Lahrer Bürgern an diesem grauen Mittwochvormittag in der Fußgängerzone: Ein Straßenkünstler macht sich mit Spachtel und Pinsel daran, einen Hund aus mitgebrachtem Spezialsand zu „schnitzen“.

 

Das kommt gut an bei den Lahrern: Sie machen Fotos und schicken ihre Kinder vor, um ein paar Münzen in das Kässchen des Künstlers zu werfen. Der bedankt sich freundlich und ist immer bereit, seine Arbeit zu unterbrechen.

Der Sandkünstler bleibt nur einen Tag in Lahr

Das Gespräch mit der LZ ist mühsam. Der Mann kann nur ein paar Brocken Deutsch, auch Englisch fällt ihm schwer. „Italiano?“, fragt er. Letztlich muss das Übersetzungsprogramm des Smartphones herhalten.

Das funktioniert ganz gut und der Sandkünstler stellt sich vor: Er heißt Alion und kommt aus Galati in Rumänien, nahe der moldauischen Grenze. In Lahr will er nur einen Tag bleiben. Dann geht es für ihn weiter. Wohin? „Würzburg, Bamberg.“Drei bis vier Stunden brauche er für eine Skulptur, erzählt er. Das Kunstwerk wird nur erhalten bleiben, solange es Wind und Wetter zulassen. Aber auch der menschlichen Zerstörungswut wird die Skulptur ausgesetzt sein.

Alion nimmt es gelassen. Er weiß nicht einmal, ob es während des Tages regnen soll. Als er auf dem Smartphone sieht, dass die Niederschlagswahrscheinlichkeit gering ist, grinst er und zuckt mit den Schultern. Dann macht er sich wieder an die Arbeit.