Vier Menschen kamen bei dem Unfall im September 2019 ums Leben. Foto: dpa/Britta Pedersen

Nach dem tödlichen SUV-Unfall in Berlin mit vier Toten im September 2019 hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Fahrer erhoben. Der 44-Jährige soll vor dem Unfall von seinem Neurologen mehrfach aufgefordert worden sein, nicht Auto zu fahren.

Berlin - Rund anderthalb Jahre nach einem tödlichen SUV-Unfall in Berlin mit vier Toten hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 44-jährigen Fahrer erhoben. Dem Mann werden fahrlässige Tötung und fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs vorgeworfen, wie die Anklagebehörde am Donnerstag mitteilte.

Am 6. September 2019 war das Auto über die Gegenfahrbahn hinweg von der Invalidenstraße in der Innenstadt abgekommen. Der Wagen rammte eine Ampel, tötete die Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Unter den vier Todesopfern war auch ein dreijähriger Junge.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeschuldigten vor, am Steuer des schweren Autos gesessen zu haben, obwohl er wegen eines bekannten Anfallleidens und einer kurz zurückliegenden Gehirnoperation dazu nicht in der Lage gewesen sei. Der Fahrer soll von seinem Neurologen mehrfach aufgefordert worden sein, bis auf weiteres nicht Auto zu fahren.

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