Trotz Martinshorn und Blaulicht ließ sich ein 17-jähriger VW-Fahrer in der Nacht auf Mittwoch in Achern von der Polizei nicht vom Anhalten überzeugen – stattdessen versuchte er, den Beamten davonzufahren. Foto: Gentsch/dpa

Eine Polizeikontrolle eskalierte in der Nacht auf Mittwoch in Achern zu einer Verfolgungsfahrt, die ihr Ende in einem Unfall mit einem Polizeifahrzeug fand.

Der 17-jährige Fahrer eines VW sollte gegen 3.30 Uhr im Bereich Achern wegen seiner auffälligen Fahrweise kontrolliert werden, teilt die Polizei mit. Weil er den Aufforderungen zum Anhalten mit eingeschaltetem Blaulicht, Martinshorn und der Leuchtschrift „Stopp Polizei“ nicht nachkam, nahm die Streife die Verfolgung auf.

 

Die Fahrt des Minderjährigen führte über die L 87 nach Kappelrodeck, wobei der Fahrer mit teilweise deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war und auch eine rote Ampel missachtete. Angekommen in Kappelrodeck flüchtete der VW-Fahrer weiter in Richtung Ottenhöfen.

Dort krachte er mit einem Streifenwagen zusammen, der auf der Straße platziert worden war, um ein Vorbeifahren zu verhindern. Die Verfolgungsfahrt erstreckte sich über eine Strecke von etwa 16 Kilometern.

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand - bislang sind keine gefährdeten Verkehrsteilnehmer bekannt. Am VW entstand ein Schaden in Höhe von etwa 10.000 Euro. Der Schaden am Streifenwagen dürfte mit rund 20.000 Euro doppelt so hoch ausfallen.

Gegen den 17-Jährigen, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war, wird überdies wegen unbefugter Ingebrauchnahme eines Fahrzeugs ermittelt.