Bei der S-Bahn und bei den Regionalzügen ist es am Donnerstagmorgen zu Beeinträchtigungen gekommen. (Symbolfoto) Foto: Leserfotograf bdslucky48

Nach einem tödlichen Unfall auf den Gleisen bei Stuttgart-Feuerbach ist es am Donnerstagmorgen zu starken Behinderungen im S-Bahn- und Regionalzugverkehr gekommen. Fern- und Regionalzüge konnten den Hauptbahnhof nicht anfahren. Gegen 9 Uhr hatte sich die Lage wieder beruhigt.

Stuttgart - Bei dem Versuch, Bahngleise in Stuttgart-Feuerbach zu überqueren, ist ein 26-Jähriger am frühen Donnerstag ums Leben gekommen. Der Verkehr der S-Bahn und der Regionalbahnen war am Morgen stark gestört, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Betroffen waren die S4, S5 und S6, die über Stunden den Hauptbahnhof nicht anfahren konnten.

Wie die Polizei meldet, war der 26-Jährige gegen 3.20 Uhr mit einem 31 Jahre alten Begleiter auf den Gleisen von Feuerbach in Richtung Zuffenhausen unterwegs, als ein Zug einfuhr. Der 26-Jährige wurde erfasst und so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Alarmierte Rettungskräfte und ein Notarzt konnten dem jungen Mann nicht mehr helfen.

Keine Hinweise auf Suizid

Warum die beiden Männer sich auf den Gleisen bewegten, ist derzeit noch unklar. Hinweise auf einen Suizid des 26-Jährigen gab es am Donnerstag zunächst nicht. Auch, ob es sich bei dem Zug - wie zunächst angenommen - um einen Intercity handelte, oder ob es doch ein Güterzug war, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Bis zum Donnerstagmittag hatte kein Lokführer einen solchen Unfall in Stuttgart gemeldet.

S-Bahn-Verkehr gerät ins Stocken

Nach dem Vorfall war der S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr in der Landeshauptstadt gestört. Fern- und Regionalzüge konnten den Hauptbahnhof nicht anfahren und fuhren über Esslingen. Die Regionalzüge der Linien R1, R5, R7 und R10 verkehrten nur bis Stuttgart-Untertürkheim. 90 Züge waren durchschnittlich 14 Minuten verspätet, 23 fielen aus, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Gegen 7.40 Uhr sei alles wieder normal gelaufen. Fahrgäste mussten aber weiterhin mit Verspätungen auf diesen Linien rechnen. Gegen 9 Uhr waren einzelne Züge der S-Bahn immer noch mit Verspätungen von zehn bis 15 Minuten auf der Strecke, so ein Bahnsprecher.