Ein Mädchen ist im September 2024 im Freizeitbad Badkap in Albstadt ertrunken. Nach dem Unglück in einem Schwimmbecken hat die Staatsanwaltschaft entschieden, wie es weitergeht.
Im Relaxbecken des Erlebnisbads Badkap war es am 15. September zu dem Badeunfall gekommen, an dessen Folgen ein fünfjähriges Mädchen später starb. Gegen die Mutter wurde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die Ermittlungen zum Fall des ertrunkenen Kindes sind laut Staatsanwaltschaft Hechingen inzwischen abgeschlossen.
„Nach dem Ergebnis der Ermittlungen wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung hat die Beschuldigte im Rahmen des Besuchs eines Erlebnisbads am 15. September 2024 ihre Aufsichtspflicht für ihre fünfjährige Tochter verletzt“, berichtet eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft unserer Redaktion am Freitag.
Dies hatte „für die Beschuldigte vorhersehbar und vermeidbar zur Folge, dass sich ihre Tochter unbemerkt in ein angrenzendes Schwimmbecken begeben konnte“.
Badeunfall im Badkap: Tod durch Sauerstoffmangel
Das Kind sei im Badkap mit dem Kopf unter Wasser geraten und untergegangen, das haben die Ermittlungen ergeben.
„Trotz eingeleiteter Reanimation und notärztlicher Versorgung starb die fünfjährige zwei Tage später im Krankenhaus an den Folgen des erlittenen Sauerstoffmangels.“
Nach Unglück im Badkap: Verfahren eingestellt
Zum Prozess wird es jedoch nicht kommen. Die Staatsanwaltschaft Hechingen hat das Ermittlungsverfahren gegen die beschuldigte Mutter mit Zustimmung des Amtsgerichts Albstadt eingestellt. Der Hintergrund: Das Gericht kann in diesem Fall von einer Strafe absehen.
„Die Beschuldigte ist durch den Verlust ihrer Tochter schwer getroffen“, erklärt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft weiter. Eine Bestrafung der Mutter für den fahrlässig verursachten Tod ihrer Tochter wäre „offensichtlich verfehlt“.