Bei einem schweren Verkehrsunfall am Sonntagabend auf der B27 zwischen Schömberg und Neukirch ist eine 68-jährige Frau gestorben. Mithilfe von Spezialisten soll die Unfallursache rekonstruiert werden.
Ein Todesopfer und drei Verletzte sind die traurige Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Sonntagabend zwischen Schömberg und dem Rottweiler Stadtteil Neukirch ereignet hat.
Auch Spezialisten waren bei dem Unfall im Einsatz. Unter anderem wurde die Drohnengruppe des DRK Geislingen durch die integrierte Leitstelle alarmiert.
Im Rahmen der Amtshilfe unterstützten die Drohnenflieger die Verkehrspolizei bei der Unfallaufnahme und machten Luftaufnahmen zur Dokumentation der Unfallstelle.
Spezialisten aus Tübingen ermitteln zum Unfall
Außerdem war die Verkehrspolizei Tübingen vor Ort. Die speziell geschulten und fortgebildeten Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Tübingen mit Standorten in Tübingen, Esslingen und Balingen übernehmen im Polizeipräsidium Reutlingen unter anderem grundsätzlich die Bearbeitung von schweren oder komplexen Verkehrsunfällen, wie Martin Raff, Sprecher im Polizeipräsidium Reutlingen, auf Anfrage erklärt.
Dazu gehöre insbesondere auch die Sicherung der objektiven Spuren am Unfallort oder die Vernehmungen von Zeugen und Beteiligten.
„First Responder“ aus Zepfenhan
Da zunächst von einer eingeklemmten Person ausgegangen worden war, war die Stadtabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Schömberg mit sechs Fahrzeugen und 30 Mann im Einsatz.
Auch die „First Responder“ der Abteilung Zepfenhan in der Feuerwehr Rottweil rückte zur Unfallstelle aus. Laut Schömbergs Abteilungskommandant Lucas Mager halfen die Einsatzkräfte bei der Personenrettung. Außerdem sicherten sie die Unfallstelle und leuchteten den Ort aus.
Der Rettungsdienst kam mit sieben Fahrzeugen zur Unfallstelle, darunter mehrere Notärzte und der organisatorische Leiter Rettungsdienst und der leitende Notarzt.
Autos stoßen auf B27 zusammen
Der Unfall war laut Polizei gegen 21.50 Uhr passiert: Laut Mitteilung der Polizei war der 69-jährige Fahrer eines VW T-Rock auf der B27 aus Schömberg her kommend unterwegs. Er geriet er aus bislang unbekannter Ursache in einer Linkskurve auf die Gegenfahrbahn, wo er mit dem entgegenkommenden VW Golf eines 38-Jährigen frontal zusammenstieß.
Die 68-jährige Beifahrerin im VW wurde so schwer verletzt, dass sie trotz zügig eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch an der Unfallstelle starb.
Der 69-jährige Unfallverursacher wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die beiden 37 und 38 Jahre alten Insassen des VW Golf wurden leicht verletzt.
Warum der 69-Jährige mit dem VW auf die Gegenfahrspur geriet, ist laut Raff auch am Montag noch Gegenstand der verkehrspolizeilichen Ermittlungen.