Die B27 bei Hechingen glich am Mittwochmorgen, 15. Januar, einem Trümmerfeld. Foto: Klaus Stopper

Genau vor einer Woche, am Mittwochmorgen des 15. Januar, hat sich die folgenreiche Massenkarambolage auf der B27 bei Hechingen ereignet. Nun gibt die Polizei auf Anfrage unserer Redaktion weitere Details zum Glätte-Unfall bekannt.

Neuigkeiten gibt es bezüglich des Glätte-Unfalls auf der B 27 an der Anschlussstelle Hechingen-Mitte: Denn – anders als bisher berichtet – spricht Michael Schaal, Pressesprecher im Polizeipräsidium Reutlingen, eine Woche nach dem Massencrash von 22 beteiligten Unfallfahrzeugen.

 

Bisher wurde von 21 Autos, die in die Massenkarambolage verwickelt waren, ausgegangen.

Und auch die Zahl der Verletzten hat sich erhöht. Statt zwei Leichtverletzten informiert der Polizeisprecher unsere Redaktion über inzwischen sechs Leichtverletzte. Wie ist das möglich? „Im Nachgang haben sich weitere Unfallbeteiligte mit Verletzungen bei der Polizei gemeldet“, so Schaal.

Unfall auf B27: alle Unfallbeteiligten vom DRK untersucht

Dabei handele es sich um Verletzungen, die erst später festgestellt worden seien wie beispielsweise Schleudertraumen. Grundsätzlich seien vor Ort alle Unfallbeteiligten vom DRK untersucht worden, hieß es an der Unfallstelle.

Dass solche Meldungen über Verletzungen im Nachhinein bei der Polizei eingehen, sei aber nichts Ungewöhnliches.

Auf spiegelglatter B27 ins Schleudern geraten

Zum Unfallhergang ist inzwischen so viel bekannt: Eine Verkehrsteilnehmer kam alleinbeteiligt auf der spiegelglatten B27 in Fahrtrichtung Bisingen ins Schleudern und stieß in eine Leitplanke. Auf dem abfallenden Straßenabschnitt auf Höhe des Hechinger Kauflands versuchten die nachfolgenden Fahrzeuge auszuweichen beziehungsweise zu bremsen, was misslang.

Um das Unfallgeschehen aufzuarbeiten, hat die Polizei laut Schaal die Massenkarambolage in vier Abschnitte untergliedert. Bei zwei der vier Abschnitte lägen Anzeigen wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr vor. Diese werden folglich an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Keine Aussage zu Schadenshöhe

Zur Schadenshöhe will der Polizeisprecher keine Aussage treffen. Fest steht: An zahlreichen hochwertigen Fahrzeugen – darunter mehrere E-Autos – entstand aufgrund des verhängnisvollen Eisregens Totalschaden.