Vier junge Leute sind am Sonntag zwischen Dunningen und Seedorf schwer verunglückt. Wir haben die Polizei nun zu den Hintergründen befragt – und die Unfallursache macht einigermaßen fassungslos.
Der Kleinwagen war am Sonntagnachmittag gegen 14.20 Uhr alleinbeteiligt auf der L 422 zwischen Seedorf und Dunningen von der Straße abgekommen und hatte sich auf einem Acker überschlagen. Drei Menschen wurden aus dem Auto geschleudert, ein 22-Jähriger saß am Steuer.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften von DRK und Feuerwehr kümmerte sich um die Schwerverletzten, während die Frage im Raum stand: Wie konnte das passieren? War es womöglich – es hatte am Sonntagvormittag geschneit – doch rutschig auf der Straße?
Nein, so die Pressestelle des Polizeipräsidiums Konstanz auf Nachfrage unserer Redaktion. „Zur Unfallzeit herrschten keine winterlichen Straßenverhältnisse. Die Reifen entsprachen den Vorschriften. Auch Ablenkung schließen die Ermittler aus“, so Sprecherin Nicole Minge.
Zu schnell und betrunken
Die Ermittlungen ergaben vielmehr etwas ganz anders: Nach derzeitigem Stand war der Fahrer nicht nur mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs – er war auch betrunken, wie die Polizei erklärt. Eine Blutprobe wurde durchgeführt, das genaue Ergebnis stehe aber noch aus. Und: Der 22-Jährige hatte gar keinen Führerschein. Fast schon ein Unfall mit Ansage also.
Inzwischen ist auch das Alter seiner drei Mitfahrer – alle männlich – bekannt: Sie sind 19, 27 und 31 Jahre alt.
Es gibt auch eine gute Nachricht
Immerhin gibt es auch eine gute Nachricht: Nachdem zunächst gemeldet worden war, dass die vier Personen lebensgefährlich verletzt worden seien, erklärt die Sprecherin auf Nachfrage: „Nach Rücksprache mit der sachbearbeitenden Dienststelle haben sich zwar alle vier Personen schwere Verletzungen zugezogen. Lebensgefahr bestand jedoch keine.“ Eine Person habe das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen können.