Wie kann die Verkehrssicherheit zwischen Bergfelden und Renfrizhausen erhöht werden, will ein Leser wissen. Das Landratsamt gibt Einblicke in den aktuellen Sachstand.
Innerhalb einer Woche ist es auf der K 5502 zwischen Sulz-Bergfelden und Renfrizhausen zu zwei Autounfällen gekommen.
So kam ein Fahrer am Fasnetssonntag in einer langgezogenen Rechtskurve von Bergfelden nach Renfrizhausen mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Das Auto fing Feuer. Der Fahrer erlitt tödliche Verletzungen und verbrannte im Wrack, so die Polizei.
Sicherheit für Verkehrsteilnehmer
Eine Woche später erneut ein Unfall – auf der gleichen Strecke. „Ein BMW ist von der Fahrbahn abgekommen, hat einen Leitpfosten überfahren und ist mit einem Baum kollidiert“, erläuterte Fabian Herkommer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, das Geschehen. Nach dem Zusammenstoß sei der Wagen jedoch noch rund 75 Meter weitergefahren, bis er in einem Acker zum Stehen kam.
Die Unfälle bewegen auch die Leser. „Nach zwei Unfällen und Kollisionen mit Bäumen im Straßenrandbereich frage ich mich, ob man hier die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer durch geeignete Maßnahmen erhöhen kann“, heißt es etwa in einem Leserbrief.
Keine Unfallhäufungsstelle
Die Strecke verleite zum Rasen und werde auch oft von ortsfremden Fahrern unterschätzt, heißt es weiter. Und der Leserbriefschreiber hat auch Ideen, was man tun könne. „Wenn man die Bäume nicht entfernen will, so könnte man zumindest die Bereiche, in denen ein Baum nahe der Straße steht, durch Leitplanken sichern. Das wäre eine Sofortmaßnahme“, schlägt er vor.
Wir haben beim Landratsamt Rottweil nachgefragt, das für die Kreisstraßen zuständig ist. „Bisher gilt dieser Abschnitt auf der K5502 zwischen Bergfelden und Renfrizhausen noch nicht als sogenannte ‚Unfallhäufungsstelle‘“, erklärt Andrea Schmider.
Fünf Unfälle im Jahr
Die Einstufung erfolge seitens der Polizei anhand vorgegebener Parameter. „Wir werden anschließend darüber informiert“, beschreibt die Pressesprecherin des Landratsamtes das Prozedere.
Unfallhäufungsstellen liegen vor, wenn an einer Straßenstelle eine bestimmte Anzahl von Unfällen erreicht oder überschritten ist. Von einer Unfallhäufung wird dann gesprochen, wenn in der Einjahreskarte fünf gleichartige Unfälle vorliegen – es also fünfmal in einen Jahr zum gleichen Unfalltyp gekommen ist.
Alkohol am Steuer
Auch habe bisher keine Verkehrsschau vor Ort stattgefunden. Bei einer Verkehrsschau sind Mitarbeitende der unteren Straßenverkehrsbehörde, der Straßenbaubehörde, der Polizei und der betreffenden Gemeinde beteiligt, um verschiedene Aspekte zu berücksichtigen.
Zum Unfall mit dem BMW hat Daniel Brill vom Konstanzer Polizeipräsidium weitere Informationen. „Der Fahrer war alkoholisiert“, sagt er auf Nachfrage unserer Redaktion.
Und wie weiter? „Es ist durchaus denkbar, dass nach der Auswertung eine Verkehrsschau vorgenommen wird, um mögliche straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen oder bauliche Maßnahmen zu eruieren“, spricht Pressesprecherin Schmider vom Landratsamt den Ausgang der Ermittlungen an.