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Unfälle häufen sich Auf der B 462 bei Dunningen lauert der Tod

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Der Fahrer des Kleintransporters starb. Er hatte den Schwertransport fast frontal gerammt. Foto: Maier

Dunningen - Erneut hat sich auf der Bundesstraße 462 zwischen Rottweil und Schramberg ein tödlicher Unfall ereignet. Die Strecke gilt als Unfallschwerpunkt. Doch grundsätzlich verbessert hat sich selbst nach einer Verkehrsschau der Behörden nichts.

Beschleunigungsstreifen in den Tod

Als die Umgehung von Dunningen vor sechs Jahren eröffnet wurde, sollte damit die Verbindung zwischen der Autobahn und dem wirtschaftsstarken Standort Schramberg sowie dem Kinzigtal und der Ortenau schneller gemacht werden. Jetzt entpuppt sich das Straßenstück immer wieder als Beschleunigungsstreifen in den Tod.

Am Montag trifft es einen 72 Jahre alten Mann: Er fährt einen privaten Kleinbus mit Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 20 Jahren. Sie besuchen das "Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Sehen und Hören" der Stiftung St. Franziskus in Schramberg-Heiligenbronn.

Zwischen den Anschlussstellen Dunningen-Ost und Dunningen-Nord gerät der Fahrer auf die Gegenfahrbahn. Warum das Fahrzeug nach links zieht, darauf kann sich die Polizei vor Ort keinen Reim machen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wird ein Sachverständiger hinzugezogen.

Die Folgen sind verheerend. Der Kleinbus stößt fast frontal mit einem Schwertransporter zusammen. Der 72-Jährige stirbt auf der Stelle. Von den weiteren Insassen verletzen sich zwei schwer, vier leicht. Die Leichtverletzten kommen in das Schwarzwald-Baar-Klinikum Villingen-Schwenningen, die beiden Schwerverletzten werden in die Universitätskliniken Freiburg und Tübingen geflogen. Die Stiftung informiert umgehend die Eltern. Sie werden von einem Kriseninterventionsteam und Seelsorgern betreut, teilt die Stiftung mit. Der Fahrer des Sattelzugs wird leicht verletzt und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Elf Menschen ließen ihr Leben bereits auf der Strecke

Es vergeht kaum ein Jahr, in dem auf der B 462 zwischen Rottweil und Schramberg nicht jemand tödlich verunglückt. Im Jahr 2019 kommen mehrere Motorradfahrer ums Leben. 2018 ist die Bilanz besonders erschütternd. Da finden fünf Menschen den Tod auf dem Asphalt der Dunninger Umfahrung - darunter ein Vater mit seinem Kind. Der Zusammenstoß am Montag ist zudem nicht der erste tödliche in diesem Jahr. Ende Juni stirbt ein 22 Jahre alter Autofahrer nach einem Frontalzusammenstoß mit einem Lastwagen. Seit Januar 2015 sind es bereits elf Menschen, die auf der Strecke bei Dunningen ihr Leben ließen, wie die Polizei vermerkt.

Umgehung gilt als Raserstrecke

Nicht zum ersten Mal stellt sich die Frage nach Konsequenzen. Immer wieder gibt es Polizeiberichte über riskante Überholmanöver. In den sozialen Medien gilt die Strecke als Raserstrecke. Im Sommer vergangenen Jahres ordnen die Behörden eine Verkehrsschau der unfallträchtigen Strecke an. Doch die getroffenen Maßnahmen sind eher als sanft zu bezeichnen: Ein bestehendes Überholverbot wurde ausgeweitet, es sollte mehr Handykontrollen und neue Warnbanner geben.

Reagiert Behörde nun?

Warum so zurückhaltend? Laut Behörden habe die Unfallauswertung ergeben, dass in den meisten Fällen Unachtsamkeit beziehungsweise Ablenkung die Unfallursache war und es sich nicht vermehrt um geschwindigkeits- oder überholbedingte Unfälle handle. Ob sich die Sicht der Behörden nun ändert?

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