Sharena Hasler (am Ball) und die SG Maulburg/Steinen belohnen sich für einen guten Kampf. Foto: TH Fotografie/Thomas Hess

In der Verbandsliga zeigen die Damen der HSG Dreiland und SG Maulburg/Steinen erfreuliche Leistungen vor heimischen Rängen.

Die Frauen der SG Maulburg/Steinen holen nach Endspurt ein Unentschieden, während die HSG Dreiland im letzten Heimspiel einen Sieg einfährt.

 

SG Maulburg/Steinen – HSG Baar 35:35 (20:20). – In der 44. Minute trauten nur die kühnsten Optimisten dem Heimteam noch zu, in diesem Verfolgerduell der Verbandsliga nicht als Verlierer vom Feld zu gehen. 24:31 hieß es da aus Sicht der SG. Die ließ sich aber nicht hängen. Die Gastgeberinnen lieferten dem Tabellennachbarn einen großen Kampf, gaben nie auf und durften sich am Ende trotz aller Widrigkeiten über einen Punkt freuen.

„Zehn Minuten nach der Halbzeit hatten wir eine schwierige Phase. Wir haben viele Zeitstrafen kassiert, was die Gäste ausnutzten. Zudem haben wir selbst das Tor nicht mehr getroffen“, sagte Coach André Leuchtmann, der daraufhin eine Auszeit nahm.

Wohl genau zur richtigen Zeit. Denn nun wurden die Möglichkeiten genutzt, und auch die Defensive stand stabil. Das war wichtig, damit Maike Hartmann, die in der zweiten Hälfte als Feldspielerin im Tor stand, den einen oder anderen Ball halten konnte.

Sie und Leonie Kiefer, die sich diesmal bereit erklärt hatte, das Tor zu hüten, hatten gegen den direkten Konkurrenten meist einen schweren Stand. Die Gäste nutzten diese Situation über weite Strecken der Begegnung aus. „Um unseren Aushilfskeeperinnen zu helfen, mussten wir in der Abwehr offensiv auf die gegnerischen Spielerinnen gehen. Das eröffnet Räume, die Baar dann auch gefunden hat“, so Leuchtmann.

Am Ende kämpften sich die Gastgeberinnen zu einem Unentschieden und kamen wenige Sekunden vor der Schlusssirene noch einmal an den Ball, brachten jedoch keinen Abschluss mehr zustande. „Das war ein großer Kampf. Wir hatten das Handicap, gegen den Dritten eine Feldspielerin ins Tor stellen zu müssen, und haben einen Rückstand von sieben Toren aufgeholt“, lobte Leuchtmann. Sein Team bleibt damit auf Rang vier der Tabelle.

Tore für SG Maulburg/Steinen: Wolpensinger 4/2, Kiefer 3, Haas 6, Seger 1, Schmidt 3, Denise Kahrsch 1, Hartmann 3, Wagener 1, Hasler 12/2, Celine Kahrsch

HSG Dreiland – SG Tübingen 26:24 (15:16). – Das Duell zweier Abstiegskandidaten entschieden die Gastgeberinnen für sich. Die HSG ist nun punktgleich mit den Schwäbinnen, die jedoch aufgrund des klaren Hinspielsieges den direkten Vergleich für sich entschieden haben.

„Ich hatte das Gefühl, dass wir diesen Sieg in der zweiten Halbzeit mehr wollten als die Gäste. Wir haben sehr engagiert gespielt und kämpferisch überzeugt“, sagte Coach Christian Weber nach dem vierten Erfolg in der Rückrunde.

Mit der Angriffsleistung seiner Schützlinge war er jedoch nicht vollständig zufrieden. „Da war vor allem in der ersten Hälfte wenig Bewegung drin. Wir agierten zu statisch, es fehlte an Tiefe“, so Weber. Im Laufe der Partie wurde sein Team geduldiger und fand immer wieder Kreisläuferin Jana Darius.

10:14 lag die HSG nach 25 Minuten zurück. „Dann machte es Klick“, meinte Weber. Von da an war die Defensive hellwach. „Plötzlich waren wir da und haben so gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten.“ Die HSG zwang die Gästespielerinnen zu Fehlern.

Und kam doch noch einmal eine SG-Akteurin durch, standen mit Anke Bächthold in der ersten und vor allem Katja Müller-Montes in der zweiten Hälfte zwei starke Keeperinnen bereit.

Am Ende machten es die Dreiländerinnen jedoch noch einmal spannend. Beim Stand von 24:22 (50.) hatte die HSG mehrfach die Chance, auf drei Tore davonzuziehen, nutzte diese aber nicht konsequent. Tübingen konnte das jedoch nicht mehr ausnutzen und erzielte erst in der 57. Minute den Anschlusstreffer – zu spät. „Am Ende hätten wir es etwas cooler runterspielen können“, so Weber.

Tore für HSG Dreiland: Huber 2/1, Spindeldreher 2, Hopp 6, Herzog 7, Darius 6, Hablitzel 1, Reinke 2