In der jüngsten Gemeinderatssitzung von Neuweiler kam die Frage auf, ob die Friedhofsmauer in Breitenberg ganz abgerissen oder saniert werden soll. Es gab Uneinigkeit unter den Räten.
Die Friedhofsmauer in Breitenberg stellt die Abtrennung zwischen dem alten und dem neuen Friedhofsteil dar und grenzt an die alte Leichenhalle an. Mittlerweile ist sie in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig.
Die notwendige Sanierung wurde Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Denn: Sie ist auch eine Kostenfrage.
Abriss ist deutlich günstiger
In den Sitzungsunterlagen war zu lesen, dass für die Sanierung der Mauer rund 25 000 Euro anfallen würden. „Mit zu berücksichtigen ist, dass hier Folgekosten für die Sanierung der Mauer in den nächsten Jahrzehnten entstehen.“
Für einen Komplettabbruch der Mauer hingegen würden lediglich 15 000 Euro an Kosten anfallen.
Über die Kosten hinaus wurde die Friedhofsmauer im November vergangenen Jahres vom Bauausschuss besichtigt. Laut Sitzungsvorlage werde dem Gemeinderat empfohlen, die Mauer abzubrechen.
Auch mit der Kirchengemeinde sei ein Abbruch der Mauer abgeklärt worden.
Uneinigkeit im Gremium
Im Gemeinderat kamen Stimmen für und wider Mauerabriss auf.
Bernd Greule sprach sich klar gegen einen Abriss aus. Er habe mit verschiedenen Bürgern gesprochen, die das genauso sehen. Zudem machte er deutlich, dass er nicht davon ausgeht, dass viele Folgekosten kommen werden.
Der Friedhof mitsamt seiner Mauer sei für ihn historisch, das „darf nicht Stück für Stück genommen werden“.
Ein Abriss der Mauer verändere den Charakter des Friedhofes zu sehr.
Jonathan Stockinger warf die Frage in den Raum, um wie viele Meter Mauer es sich handelt. Bürgermeister Martin Buchwald antwortete darauf, dass es 15 Meter seien, die im Zuge eines Abbruchs eingeebnet werden würden.
Auch das Klima bedenken
Vonseiten der Verwaltung war zu hören, dass bei den in Zukunft anfallenden Sanierungskosten auch das Klima zu beachten sei. Der Boden würde an Standhaftigkeit verlieren, wodurch unter anderem Mauern zum Kippen kämen. Demnach sei nicht sicher, ob die sanierte Mauer die nächsten zehn bis 15 Jahre genau so stehe.
Klima muss mitbedacht werden
Gemeinderat Dieter Seeger sah die Veränderung im Bild des Friedhofes hingegen nicht als Problem. Er war der Meinung, dass ein Fehlen der Mauer nicht so viel verändere. Greule widersprach dem erneut.
„Kein einfaches Thema“
Schlussendlich stimmten vier Gemeinderäte für den Verwaltungsvorschlag, die Friedhofsmauer abzubrechen und sieben Räte votierten dagegen.
Somit werden nun Angebote für eine Mauersanierung eingeholt. Buchwald schloss mit den Worten: „Man sieht, es ist wirklich kein einfaches Thema.“