Der große Umzug in Schonach am Sonntag beweist Ideenreichtum. Und immer wieder gerne nehmen die Narren mit den Zaungästen Kontakt auf.
Endlich hatten die Narren mal tolles Wetter! Zwar lag in Schonach Schnee, aber die Sonne kam pünktlich zum Sonntags-Umzug hervor und strahlte mit den Narren um die Wette.
Durch Quantität glänzte der Umzug am Sonntag zwar nicht unbedingt, dafür aber in Sachen Qualität. Angeführt von den Narrenhexen und –polizisten sowie dem heidnischen Jäger um dem schwarzen Geisenmeckerer kam der Zug vom Narrenbrunnen am Rathaus her und zog um das Dorf.
Dank des schönen Wetters waren die Gehwege auch von zahlreichen Zuschauern gesäumt, die im Laufe des Umzugs auch nicht leer ausgingen: Gutzele, Schokolade, Käse, Baguette, Bier oder Wein hatten die Umzugsteilnehmer mit dabei und gaben auch fleißig aus.
Natürlich waren auch die Maskenträger der Narrenzunft Schonach mit dabei, es waren wieder unzählige Geisenmeckerer- und Mägde in allen Größen unterwegs und wuselten mit ihren Wedeln in den Haaren der Zuschauer.
Die Kurkapelle Musikverein Schonach sorgte derweil für musikalische Unterhaltung. Dann kamen die verschiedenen Gruppen. Der Freundeskreis Schonach-Plescop war, wie könnte es anders sein, als Franzosen unterwegs. Und die waren nicht alle verkleidet, es waren auch Original-Franzosen in der Gruppe. Denn einige Gäste aus der französischen Partnergemeinde ließen es sich nicht nehmen, beim Umzug mitzulaufen.
Der Stammtisch Schöne Aussicht war unter dem Motto „Die Karawane zieht weiter“ unterwegs, Kamele fehlten zwar, doch die beiden Scheiche hatten es auf dem Wagen mit Sofas sehr bequem. Die Gruppe „so Schee“ zog als Hutmacherinnen und –macher mit, und der Stammtisch Fässle feierte den Weltcup. Den Schnee dazu macht man mit Schaum selber und auf dem Wagen war eine wilde Weltcup-Party im Gange.
Als Karussell verkleidet
Eine weitere Gruppe zeigte sich als Karussell verkleidet, stellte klar, dass sich das Narren-Karussell in Schonach auch nach dem Generationen-Wechsel an der Führungsspitze weiterdreht. Auch eine Gruppe fleißiger Bienen war unterwegs.
Derweil trieben die Hexen des Schützenvereins, sie waren übrigens nun zum 51. Mal beim Umzug dabei, ihren Schabernack und holten sich bevorzugt junge Frauen aus dem Publikum, um sie in Christbaumnetze zu verpacken.
Zum ersten Mal mit dabei war die Freiwillige Feuerwehr als Geißböcke verkleidet und mit ihrer mobilen Bierbar.
Zum Abschluss des Umzuges kam dann der Narrenrat, die neue Generation, entsprechend ihren jungen Jahre, im Laufstall, während die ältere Generation wohl achtend um den Wagen herum aufpassten. Und schließlich folgten noch die Azubis mit dem „Versorgungswagen“, auf dem Bier gezapft und an die Zuschauer verteilt wurde.
Kommentiert wurde der Zug übrigens am Rebstock von Martin Schmidt, dem Umzugsleiter Klaus Börsig zu Seite stand. Und nach dem Umzug war noch lange nicht Schluss, denn Zuschauer und Umzugsteilnehmer trafen sich im Haus des Gastes, und auch einige der Stände im Kurpark hatten geöffnet, um die durstigen Kehlen zu versorgen.