Der strahlend winkende Zunftmeister Willi Veelker führte zusammen mit den gastgebenden Schlierbachnarren den Dämmerungsumzug am Samstag in Schabenhausen an. Foto: Albert Bantle

Eine riesige Party stellten die Schlierbachnarren in Schabenhausen auf die Beine. Beim Dämmerungsumzug wirkten 25 Zünfte mit mehr als 1000 Hästrägern mit.

In ein riesiges Narrendorf mit weitaus mehr Narren und Besuchern, als der Ort mit knapp 600 Einwohner zählt, verwandelte sich Schabenhausen am Samstag.

 

Mit einem großen Dämmerungsumzug mit 25 Zünften und weit mehr als 1000 Hästrägern, einem von zahlreichen Ehrungen geprägten Zunftmeisterempfang und nach dem Umzug mit einer riesigen Narrenparty in der Schlierbachhalle und dem vor der Halle aufgestellten großen Partyzelt feierten die Schlierbachnarren unter der Überschrift „7-Quadrat plus“ etwas verspätet ihr 50-jähriges Bestehen.

Kurzum: Schabenhausen glich am Samstag einer Narrenhochburg.

Welch große Wertschätzung die Narrenzunft Schabenhausen im näheren Umland und in der Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV) genießt, zeigte sich beim Blick auf die voll besetzte Ehrentribüne und auch dadurch, dass im Grunde alle benachbarten Zünfte und viele Mitgliedszünfte der SNV am Umzug teilnahmen.

Kein Durchkommen mehr

Neben Bürgermeister Martin Ragg, Ortsvorsteher Wilfried Greinus sowie vielen Gründungs- und Ehrenmitgliedern erfreuten sich vom Präsidium der SVN deren Präsidentin Anne-Rosel Schwarz, Vizepräsident Karlheinz Bähr, Chronist Volker Ositschan, Erznarr Wendelin Singler und Ehrenpräsident Gebhard Merz an dem abwechslungsreichen närrischen Umzug, der sich vom Kohlerberg in Richtung Ortsmitte, über die Billingerstraße bis zum Narrendorf in und um die Schlierbachhalle schlängelte.

Besonders stolz in man bei der Narrenzunft Schabenhausen auf den Narren-Nachwuchs. Foto: Albert Bantle

In der Ortsmitte gab es kein Durchkommen mehr. Treffend kommentiert wurde der Umzug von Michael Knöpfle und Karin Höllein vom Brauchtumsausschuss der SVN, die genau wie die vielen Zuschauer ihre Freude an dem närrischen Lindwurm hatten. Knöpfle und Höllein warteten mit viel Wissen rund um die am Umzug beteiligten Zünfte und die Hintergründe der jeweiligen Häser auf. Als nicht passend empfanden die beiden Brauchtumssprecher die von einigen Hexen eingesetzte Pyrotechnik, die bei Umzügen nicht verwendet werden sollte.

Vorführungen in der Halle

Nach dem Umzug gab es dann im Narrendorf kein Halten mehr. In der Schlierbachhalle sorgten die glänzend disponierten Balletts der Jubiläumszunft mit ihren Tänzen, die Brunnenschrecks mit ihrem Brauchtumstanz und Alleinunterhalter Alex Rist für beste Stimmung. Und auch im Partyzelt vor der Halle war das Narrenvolk schwer in Fahrt.

Ihren Schabernack trieben die Narren auch mit den Zuschauern. Da ging es manchmal ganz schön wild zu. Foto: Albert Bantle

Schabenhausens Zunftmeister Willi Veelker und seine Narren waren sichtlich begeistert und zufrieden und vor allem dankbar für die großartige Unterstützung von vielen Seiten.

Teilnehmer

Die Zünfte und Gruppen
Schlierbachnarren, Musik- und Trachtenkapelle Schabenhausen, Deifelzunft Niedereschach, Lehr-Hexen Niedereschach, Narrenzunft Niedereschach, Musikverein Harmonie Niedereschach, Narrenzunft Fischbach, Narrenverein Waldwinkel Hubertshofen, Kieschtockzunft Unterkirnach mit Fanfarefetzer, Narrenzunft Dauchingen, Burgzunft Hammereisenbach, Narrenzunft Wolfsnarros & Geisterrecken Neuhausen, Schlierbach Hexa Waldmössingen, Narrenzunft Schönwald, Schanzelzunft Villingen, Epferschittler Willerschbach, Burgberger Bettel-Wieber, Villinger Brigachblätzle, Wolfbach-Rolli Pfaffenweiler, Gayser Gilde Obereschach, Glaserzunft Herzogenweiler, Rotwald Deifel Königsfeld, 1. Gmünder Hölltalschütz, Narrenverein Ewattingen, Närrische Bürgerwehr/Engelegoascht Peterzell, Uhrmacherzunft Oberbränd und die Lörracher Schneewölfe 2011.